Hausener Kartoffelfest: Elfte Auflage mit Markt, Leckereien und dem Almabtrieb

Großer Auftritt der Rinder

Fröhliche Feier in den Herbst: Während sich Kira Kiehne (7) über ihren Kartoffelkönig (oben links) freute, waren die Hausener fleißig an der Saftpresse und mit der Rinderherde beschäftigt. Doris Kister (rechts) bot an ihrem Stand Dekoartikel an. Fotos:  Rose

Hausen. Buchstäblich alle Hausener waren am Feiertag auf den Beinen. Und ihr Einsatz wurde belohnt: Deutlich mehr als 600 Menschen strömten zum elften Kartoffelfest auf dem Platz am Feuerwehrgerätehaus. „Wir sind mehr als zufrieden. Der Aufwand hat sich gelohnt“, sagte Ortsvorsteher Jörg Albert.

Der idyllische Platz hinter der Kirche hatte sich in einen kleinen Marktflecken verwandelt. Nach dem ersten Hausener Markttag im Frühjahr bot auch die Neuauflage eine hübsche Auswahl handwerklicher und dekorativer Produkte aus der Region an. Mit von der Partie waren wieder alle Hausener Vereine: Der Kindergarten sammelte für seinen Anbau, der Singkreis sorgte für Selbstgebackenes und die Damen vom Frauentreff lockten mit allerlei Leckereien rund um die Knolle.

Lange Schlangen beim Essen

Zur Mittagszeit bildeten sich vor dem Verkaufstresen lange Schlangen. Die Gäste konnten unter anderem zwischen Kartoffelwurst, Klößen und Kartoffelpuffern wählen. Bald waren die Pfannen leer, die Hausener restlos ausverkauft. Während die Erwachsenen zünftig mit Weißbier oder mediterran mit Cocktails aus der Pamplona-Bar anstießen, gab es für die Kinder etliches zu erleben. Zu sehen war etwa, wie aus Äpfeln mithilfe einer Presse frischer Saft entsteht.

Auf dem Flohmarkt ließ es sich nach Spielzeug Ausschau halten, andere sammelten haufenweise Kastanien, um sie anschließend ins Kartoffelfeuer zu werfen. Kerniger Duft verbreitete sich über dem Festgelände. Darunter mischte sich der Duft von selbst gebackenem Brot aus dem Backhaus.

Höhepunkt war am Nachmittag der Almabtrieb. Von einer Weide nahe des Ferienparks wurden 50 Rinder am Sportplatz entlang Richtung Dorf getrieben. Um die Tiere anzulocken, wurden säckeweise altbackenes Brot und Brötchen gestreut. Friedlich und ruhig strömte die Meute an den Besuchern vorbei. Besonders die Jüngsten staunten nicht schlecht. Bei Kaffee und Kuchen klang der milde Oktobertag fröhlich aus.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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