Bei großer Hitze feierten die Nassenerfurther ihr Jubiläum auf der Festtagsstraße

Stefan Kaiser: Kunst mit der Kettensäge.

Nassenerfurth. Wolfgang Wiegand und Pierre Hartleb vom Nassenerfurther Tennisverein hatten am Sonntag viel zu tun: Sie fuhren etliche Sonderrunden mit ihrem Wasserwagen, um die durstigen Kehlen im Dorf mit Getränken zu versorgen.

Trotz brennender Sonne war der Besuch beim großen Fest zum 975-jährigen Bestehen des Borkener Stadtteils ganz ordentlich.

Was bei der Festtagsstraße auffiel: Handwerkliche Tätigkeit ist offenbar in und wird von den Besuchern nachgefragt und gekauft.

Hans Klippert, „Holzwurm“ von Beruf, zeigte nicht nur den Nachbau eines Fachwerkhauses, sondern erklärte, wie mit einer Motorsäge eine Gliederkette aus Holz entsteht. Stefan Kaiser wiederum stellt Kunst mit der Kettensäge her. Beim Jubiläum arbeitete er an dem Geschenk für die Waldinteressenten aus Nassenerfurth, einer Sitzbank aus Holz.

Vinzenz Hahn stellt skurrile Kunstobjekte her und war in Verkaufsverhandlungen, um sein Kunst-Objekt „Schnullerhopser“ an die Frau zu bringen.

Helmut Müller ist nicht nur staatlich geprüfter Hufbeschlagschmied, sondern im Umgang mit dem Schmiedehammer sehr kreativ. Vor dem glühenden Schmiedefeuer zeigte er, wie man aus einer Motorkettensäge einen Dolch schmieden kann.

Wie üblich bei solchen Veranstaltungen waren alte Geräte ausgestellt, mit denen früher Ackerbau betrieben wurde. Die Feuerwehr aus Borken mit verschiedenen Abteilungen war gekommen und zeigte eine Palette an Aufgaben, die sie bei ihren Einsätzen zu bewältigen haben. Natürlich stellten sie auch die Nachwuchsarbeit vor.

Michael Pillkowsky bestellt seine Felder nur mit Pferden. Auf seinem Schmiedehof findet man unterschiedliche Tierarten. So gibt es bei ihm Araucaner-Hühner, die grüne Eier legen. Seine Sauen hatten sich bei der Hitze in den Stall verzogen. Selbstvermarktung wird auf dem Schmiedehof groß geschrieben. Dort gibt es beispielsweise Rindfleisch vom schottischen Hochlandrind.

Der ganze Ort präsentierte sich in einem tollen Blumenschmuck. Ein echter Hingucker war das Blumenbeet auf dem Hof von Annemarie Norwig. An vielen Stellen im Ort gab es reichlich Kaffee und Kuchen. Das Hof-Café war ein sehr dekorativ eingerichteter Ruheplatz zum Schmausen. (zpb)

Quelle: HNA

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