Kulturzelt 2011: Erste Bilanz der Organisatoren, die sich über Rekordzahlen freuen

Großes Kino im Palastzelt

Dirk Hoffmann

Wolfhagen. Sie sind endgültig in der ersten Liga angekommen - die Macher des Wolfhager Kulturzeltes und melden für 2011 Rekordzahlen. Dank des neuen, großen Zeltes, das bei unbestuhlten Veranstaltungen 1700 Zuschauer fasst, kann die Truppe um Wolfhagens Kulturmanager Wolfgang Frey nun auch Künstler verpflichten, an die in den vergangenen 16 Jahren nicht zu denken war.

Ohne das „Palastzelt“, wie Frey das neue Domizil nennt, hätte man Milow nicht engagieren können. Auch nicht Christina Stürmer. BAP bevorzugt ebenfalls die größeren Spielstätten. „Wir wollten immer ganz großes Kino“, sagt Wolfgang Frey in einer ersten Bilanz, „jetzt haben wir es“. Frey weiter: „Wir sind jetzt an den ganz Großen dran.“ Und so laufen längst die Vorbereitungen für das Festival 2012.

Joe Bonamassa, Element of Crime, Clueso - das sind die Wunschkandidaten für die großen Musikveranstaltungen. Atze Schröder ist ebenso angefragt wie Helge Schneider und Cindy aus Marzahn.

Die Grenzen des Wachstums, sagt Dirk Hoffmann, Vorsitzender des Kulturzelt-Vereins und zentrale Schaltstelle während des Festivals auf den Teichwiesen, seien durchaus noch nicht erreicht. „Nach meiner Ansicht ist noch Potenzial da.“ Wenn auch die Spielräume langsam enger werden. Die Fläche in den Teichwiesen hat nicht mehr viele Reserven. 1700 Leute im Zelt und bis zu 1000 extra im Biergarten seien aber machbar. Das habe die Veranstaltung mit Milow gezeigt.

Man werde sich aber strukturell verändern müssen, erklärt Wolfgang Frey. Allein mit seiner ehrenamtlichen Truppe, die zwei bis drei Wochen ihres Jahresurlaubs opfert, um das Festival zu betreuen, gehe es in Zukunft nicht mehr. Von der Urbesetzung sind noch vier Leute dabei, der Rest musste im Laufe der Jahre passen, weil berufliche und familiäre Verpflichtung keine Zeit mehr ließen.

Neue Leute müssen die Lücken schließen. 25 Helfer waren in diesem Jahr am Start. Grundvoraussetzung, laut Dirk Hoffmann: „Sie müssen mit Herzblut bei der Sache sein.“ „Wir werden künftig auch mit Honorarkräften arbeiten müssen“, erklärt Frey, „zusätzlich zum starken und guten ehrenamtlichen Kern“. Denn man wolle qualitativ weiter wachsen.

Ein Modul für einen Bestuhlungsplan werde angeschafft, die Gastronomie für Schlechtwetter-Phasen optimiert. Ziel sei auf jeden Fall, das Rekordergebnis 2011 mit 7800 zahlenden Besuchern und insgesamt mehr als 12 000 Gästen im Gelände zu toppen. Und, wie üblich, schwarze Zahlen zu schreiben.

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

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