Neue evangelische Kindertagesstätte Frielendorf wird am Samstag eingeweiht

Großes Krabbeln beginnt

Mütter sind zum Eingewöhnen mit dabei: Die ersten Kinder und einige der Mütter in dem großen Spielraum der neuen Kinderkrippe vor der Kletteroase für Kleinkinder. Foto: Thiery

Frielendorf. Alea sitzt mit Mutter Andrea Buck in der Spielecke. Die Einjährige ist still und schaut sich das Ganze erst einmal mit großen Augen an. Sie besucht erst seit zwei Tagen die neue Kinderkrippe der evangelischen Kindertagesstätte Frielendorf und ist noch etwas schüchtern. Die Krippe startete ihren Betrieb diese Woche. Am kommenden Samstag, 30. Oktober, wird sie mit einem Tag der offenen Tür eingeweiht.

Der Anbau kostete 350 000 Euro, davon zahlte das Land Hessen 150 000 Euro, die Kirche gab noch einmal 10 000 Euro dazu. Den Rest übernahm die Gemeinde Frielendorf.

Die Nachfrage nach den Plätzen zehn neuen Plätzen für Ein- bis Dreijährige war so groß, dass schon alles belegt ist. „Es gibt sogar Anmeldungen für das nächste Jahr“, sagte Kindergartenleiterin Luise Steinbrecher. Viele Mütter wollten nach der Geburt des Babys möglichst schnell wieder arbeiten, meist am Ende der Elternzeit.

Individuelle Betreuung

In dieser Altersgruppe brauchen Kinder andere Zuwendung als ältere, sagt Steinbrecher. Sie krabbeln viel, spielen anders und müssen individueller betreut werden. Für die Entwicklung sei es wichtig, auf die Bedürfnisse des Kindes einzugehen. Deshalb kümmerten sich zwei Fachkräfte um den Nachwuchs – hinzu komme eine Praktikantin. Die Mütter seien anfangs solange mit dabei, bis sich die Kinder eingewöhnt hätten.

Der 60 Quadratmeter große Raum der neuen Grippe hat einen Holzboden mit Fußbodenheizung und lässt aus den großen Fenstern viel Licht hinein. Alexander und Valerie krabbeln auf der Kletteroase herum, das Spielzeug ist dem Alter angepasst.

Der Schlafraum bietet acht Kindern Platz, im Waschraum können sich die Kinder an Mini-Becken waschen. Verpflegung gibt es auch, denn auch die Kleinsten können bis 16 Uhr in der Krippe bleiben. Das Mittagessen kommt von Hephata und wird in der Küche aufgewärmt. Der Anbau hat einen Eingang mit Stellplatz für Kinderwagen.

Hans Günter Wald, erster Beigeordneter der Gemeinde Frielendorf, sagte: „Wenn wir die Familien halten wollen, müssen wir solche Angebote für die Kinder machen.“ Pfarrer Marco Firnges von der evangelischen Gemeinde sieht es als kirchliche Aufgabe, sich um alle Generationen zu kümmern, auch um die Jüngsten.

Dann wird sich sicher auch Alea eingewöhnt haben und Mutter Andrea kann ihren Beruf als Architektin wieder ausüben. (zty)

Quelle: HNA

Kommentare