Elfriede und Helmut Kirschner aus Sachsenhausen feiern heute Diamantene Hochzeit

Großfamilie ist ihr Glück

Freuen sich auf ihr großes Fest: Elfriede und Helmut Kirschner (beide 78) aus Sachsenhausen haben sich im Februar 1953 das Jawort gegeben. Foto: Rose

Gilserberg. Sie kennen sich aus dem Sandkasten, wuchsen im selben Ort auf, gingen in die einklassige Volksschule: Elfriede und Helmut Kirschner aus Sachsenhausen. Im Februar 1953 haben sie geheiratet. Heute feiert das Paar Diamantene Hochzeit.

Mit der Kutsche gings damals an einem „wunderbar frühlingshaften Tag“ zum Standesamt nach Gilserberg. Beide stammen aus Familien mit landwirtschaftlichen Betrieben. Da war es selbstverständlich, dass auch die Kirschners Felder bestellten und Tiere hielten. Elfriede Kirschner erbte einen Hof im Dorf.

Die junge Familie zog mit dem ersten Nachwuchs, einer Tochter, auf das Anwesen. Die Arbeit bestimmte den Takt des Lebens, 1956 wuchs die Familie um eine weitere Tochter. 1970 wurde noch ein Mädchen geboren.

Stelle bei der Feuerwehr

Bis 1968 bewirtschafteten Kirschners den Hof hauptberuflich. Dann bildete sich Helmut Kirschner weiter und bekam eine Stelle beim Fernmeldedienst der Bundeswehr. In seiner Dienststelle in Jesberg arbeitete er bis 1992 - bis er erwerbsunfähig wurde.

Für Elfriede Kirschner bedeutete die Anstellung ihres Mannes mehr Arbeit auf dem Hof: Dazu kamen zwei große Gärten. Obst wurde eingemacht, das frische Gemüse verarbeitet. Die heute 78-Jährige engagierte sich in örtlichen Vereinen. 15 Jahre lang war sie Vorsitzende der Landfrauen, auch im Chor galt ihre Stimme. Auch dem christlichen Glauben fühlt sich Elfriede Kirschner sehr verbunden.

Ihr Mann entwickelte eine große Leidenschaft für Holz: 46 Jahre war er bei den Waldinteressenten aktiv, viele Jahre Vorsitzender. Außerdem gehört er zu den Mitbegründern der Feuerwehr und des Schützenvereins.

Interesse entwickelte der 78-Jährige auch für die Jagd. Als Autodidakt erlernte Helmut Kirschner nach und nach Techniken des Möbelbaus. Mit viel Liebe zum Detail arbeitete er alte Schränke, Truhen und Kommoden wieder auf.

Backen und Kochen

Elfriede Kirschner strickt nach wie vor gern Strümpfe, sie liebt es, zu backen und zu kochen. „Am liebsten für die Enkelkinder“, sagt sie. Die beiden Jüngsten wohnen ebenfalls in Sachsenhausen.

Sind alle beisammen, zählen Kirschners sechs Enkel und vier Urenkel. Gern geht das Paar auf Reisen: Noch in diesem Jahr plant der 78-Jährige eine Reise nach Ungarn und ans Schwarze Meer. „Ich fahre noch recht gerne Auto“, erklärt er.

Doch jetzt wird im Hause Kirschner erstmal gefeiert: Am Samstag erwartet das Paar die große Familie.

Nach einem Gottesdienst wollen die Jubilare mit ihren Gästen im Gilserberger Landgasthof Steller auf ihr Ehejubiläum anstoßen.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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