Großzügiger Chef und sehr engagierter Mensch: Bernd Renneberg ist tot

Bernd Renneberg

Schwalmstadt. Der Treysaer Frisörmeister Bernd Renneberg wurde 65 Jahre alt. Ein Nachruf.

Renneberg trat als Sohn eines Frisörs von Jugend an in dessen handwerkliche Fußstapfen. Neben seinem Salon in Treysa, der weiterbestehen soll, führte er jahrelang einen Betrieb in Frielendorf.

In seiner Heimatstadt war Renneberg äußerst beliebt und respektiert, auch einer Reihe Hobbys ging er leidenschaftlich nach. Er war Jäger, spielte im Blasorchester Schwalmstadt Saxophon und züchtete im Verein Hühner, später auch Tauben. Er engagierte sich in der Handels- und Gewerbevereinigung (HGV) und im Ortsbeirat.

Tief betroffen sind auch Rennebergs Mitarbeiterinnen, die ihn als besonderen, großzügigen Menschen schätzten, der immer ein offenes Ohr für sie gehabt und stets für ein familiäres Arbeitsklima gesorgt habe. Er hinterlasse eine große Lücke.

Um seinen stellvertretenden Obermeister trauert das Friseurhandwerk im Schwalm-Eder-Kreis. Der Treysaer Friseurmeister prägte die Friseur-Innungen Ziegenhain und Schwalm-Eder wie kaum ein anderer, heißt es in einer Mitteilung.

Seit 1973 war Renneberg in der Friseur-Innung Ziegenhain aktiv, seit 1981 Vorstandsmitglied. 1990 wurde er zum stellvertretenden Obermeister gewählt. Nach der Fusion der drei Friseur-Innungen (Melsungen, Fritzlar-Homberg und Ziegenhain) 1996 wurde Renneberg erneut in den Innungsvorstand gewählt und war seit 2006 stellvertretender Obermeister.

Renneberg habe immer die Ausbildung junger Friseure am Herzen gelegen. 1973 war er erstmals in den Gesellenprüfungsausschuss gewählt worden, dem er bis zu seinem Tod angehörte. Darüber hinaus war er als stellvertretender Lehrlingswart Ansprechpartner für Auszubildende, Betriebe und die Berufsschule. Obermeister Dirk Schaller und Geschäftsführer Jürgen Altenhof würdigten das langjährige ehrenamtliche Engagement Rennebergs, der weit über die Region hinaus bekannt war. 2011 war er für seinen Einsatz für die Ausbildung mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet worden.

Der Treysaer starb im Alter von 65 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung.

Renneberg hinterlässt seine Ehefrau Ilse, einen erwachsenen Sohn und zwei Enkel.

Die Trauerfeier zur Einäscherung findet in aller Stille statt, dies sei sein Wunsch gewesen. Seine Urne soll im Friedwald Ludwigsau beigesetzt werden. (aqu)

Quelle: HNA

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