Ehrenamtliche besuchen kranke Menschen – Melsunger Gruppe feiert 25-jähriges Bestehen

Grüne Damen suchen Nachwuchs

Hilfsbereit: Die Grünen Damen (stehend von links) Gerda Funck, Irmgard Stock, Waltraut Sichler, Ursula Eberling, Waltraud Korn, Siglinde Leimbach, Barbara Pscherer, Renate Worst, Else Gaul, Waltraud Tiedemann, Gudrun Meurer. Sitzend: Karin Horchler (links), Erika Strack. Foto: Wüstefeld

Melsungen. „Alles, was nicht medizinisch ist“ – So beschreibt Erika Strack ihren Aufgabenbereich bei den Grünen Damen. Die Grünen Damen: Frauen wie Erika Strack, die in ihrer Freizeit kranke Menschen in der Asklepios-Klinik in Melsungen besuchen. Dort wollen sie ihnen fernab der medizinischen Versorgung ein bisschen Normalität vermitteln.

Damit das auch in Zukunft so bleibt, suchen die Grünen Damen Nachwuchs: „Durch die zunehmende Berufstätigkeit haben immer weniger Frauen Zeit, sich anderweitig zu engagieren“, erklärt Gudrun Meurer ihre Sorgen, „aber natürlich nehmen wir auch Männer auf.“

Seit 25 Jahren ist Meurer Leiterin der Ehrenamtsorganisation, genauso lange, wie es die Grünen Damen gibt. Für ihre langjährige Tätigkeit hat sie das goldene Kronenkreuz verliehen bekommen, ebenso wie Gerda Funck. Die Auszeichnung ist die höchste der evangelischen Kirche für eine ehrenamtliche Tätigkeit. Ursula Eberling und Barbara Pscherer sind mit einem silbernen Kronenkreuz für ihre 15-jährige Mitarbeit geehrt worden.

Zweimal in der Woche sind die Grünen Damen in der Klinik unterwegs, um sich an die Betten der Patienten zu setzen. „Hauptsächlich geht es um das Gespräch“, weiß Meurer aus Erfahrung. Zudem „fühle man sich schonmal einsam im Krankenhaus“, fügt Strack hinzu und spricht aus eigener Erfahrung. „Ich wurde selbst operiert und war begeistert, als Barbara Pscherer als Grüne Dame zu mir kam.“

Die Grünen Damen reden auch miteinander: „Einmal im Monat treffen wir uns, erstellen den Dienstplan und sprechen über besonders schlimme Situationen“, sagt Pscherer. „Für diese Arbeit muss man schon seelisch gefestigt sein“, macht sie die Anforderung an die Arbeit deutlich. Darüber müsse man sich im Klaren sein.

Neben den Gesprächen werden auch die Telefone im Krankenhaus freigeschaltet, Anrufe erledigt oder Zahnpasta gekauft. Zudem gibt es seit einigen Jahren auch einen Bücherwagen. Mit Unterstützung der evangelischen Kirche wird dieser regelmäßig von Ursula Eberling bestückt. (cow)

Kontakt: Gudrun Meurer, Telefon 0 55 61 / 30 55.

Quelle: HNA

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