Spangenberg will im Frühjahr hinter der sanierten Altstadtresidenz einen Garten anlegen

Grüne Wiese wird zum Park

Der künftige Altstadtgarten: mit von links im Uhrzeigersinn dem Planungsteam Sabine Schaub, Babette Hohmann, Peter Tigges und Uwe Höger - die Grafik rechts zeigt Details der Planung. Foto: Grugel

Spangenberg. Die Stadt Spangenberg will voraussichtlich im Frühjahr einen Altstadtgarten anlegen. Eine Planung dafür stellten am Mittwochabend Kasseler Stadt- und Landschaftsplaner der Öffentlichkeit vor. Für den neuen Garten stehen ohne Planungskosten bis zu 90 000 Euro bereit.

1000 Quadratmeter ist der Garten hinter der sanierten Altstadtresidenz groß. Doch auf der kleinen Fläche sollen jede Menge Ideen verwirklicht werden. Außerdem wird ein Privatmann eine Fachwerkscheune auf dem Gelände sanieren. Nach Darstellung der Planer Uwe Höger und Babette Hohmann wird der Garten voraussichtlich aus folgenden Bausteinen bestehen:

• Fußweg: Durch das Areal soll ein Gehweg führen. Der Clou dabei: Der Weg bietet eine neue barrierearme Verbindung zwischen der Parkpalette und der Innenstadt an. Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer können so künftig vom Parkdeck bequem durch den Garten bis zum Rathaus laufen. Dafür werden zusätzliche Behindertenparkplätze ausgewiesen. Für den Zugang zum Gelände muss für den Weg eine Natursteinmauer aus dem 15. oder 16. Jahrhundert zur Frühmessergasse durchbrochen werden.

• Rosenpergola: Eine einläufige Pergola aus Stahl- und Holzelementen sowie Sitzgelegenheiten sollen in einer Ecke des Gartens die Anlage eines kreisförmigen Rosengartens ermöglichen. Der Ruheort mit Blick zum Schloss soll sich zugleich für Hochzeitspaare und Touristen als Fotokulisse anbieten.

• Platzgestaltung: Direkt am Gehweg soll ein kleiner Platz mit einer wassergebundenen Decke entstehen. Dort sollen die Spangenberger beispielsweise Boule spielen können.

• Spielmöglichkeiten: Alte Baumstämme sollen an einer Stelle des Gartens Kinder zum Spielen einladen. Gleich daneben soll eine Feuerstelle entstehen, die Anwohner auch zum Grillen nutzen können.

• Hochbeet: Spangenberger werden die Möglichkeit erhalten, in einer Ecke des Gartens in einem Hochbeet Gemüse, Kräuter, Blumen und anderes anzupflanzen.

• Kleingärten: Anwohner mit Häusern, die direkt an den Altstadtgarten angrenzen und die keinen Garten haben, werden die Möglichkeit erhalten, Teilflächen zu erwerben. Das eröffnet den Anliegern die Möglichkeit, sich über einen Umbau ihrer Häuser einen Zugang zu privat genutzten Flächen im Altstadtgarten zu schaffen.

• Abfall: Die Mülleimer für die Bewohner der Altstadtresidenz sollen aus dem Blick verschwinden. Möglich ist beispielsweise der Bau eines grünen Würfels, bestehend aus Stahl, Holz und Pflanzen.

• Parkplätze: An der Altstadtresidenz sollen Stellplätze für Anwohner und Besucher der Stadtverwaltung entstehen.

Die Pflege des städtischen Geländes wird zu einem Teil der Bauhof übernehmen, kündigte Bürgermeister Peter Tigges an.

Für die Unterhaltung einiger Ecken wie dem Hochbeet und dem Rosengarten sollen aber nach Möglichkeit auch Anwohner, Vereine und Ehrenamtliche gewonnen werden.

Von Lorenz Grugel

Quelle: HNA

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