Stadtverordneter Kranz und Kart-Aktivitäten

Grüner sieht keinen Widerspruch

Peter Kranz

Wolfhagen. Die Debatte um den Kulturpreis in Wolfhagen, der in diesem Jahr nicht vergeben wird, weil CDU und Grüne in Wolfhagen aus Spargründen dagegen stimmten (HNA berichtete), geht weiter. Nachdem Petra Hellmann von der Wolfhager Liste zum Grünen Stadtverordneten erklärt hatte, „wenn Peter Kranz aber als Geschäftsleiter des Motorsportclubs Wolfhagen einen Förderantrag stellt und um einen Zuschuss bittet, dann macht er sich offenbar keine Gedanken um die finanzielle Situation der Stadt Wolfhagen“, äußert sich Kranz.

HNA-Fragen an ihn (Beim mit 1500 Euro dotierten Kulturpreis setzen Sie auf Sparen, das gilt offenbar nicht bei ihrem eigenen Verein, dem Motorsport-Club, für den Sie bei der Stadt Wolfhagen Fördergeld beantragt haben. Was sagen Sie dazu?

Sehen Sie in Ihrem Engagement für die Grünen und dem damit verbundenen besonderen Schutz für Natur und Umwelt und ihrem Einsatz für den Kartsport, der Lärm und Abgase verursacht, keinen Widerspruch?) könne er mit Hinweis auf „einseitige Fragestellungen“ und der Vorgabe, hierzu nur kurz zu antworten, nicht folgen, so Kranz.

Vielmehr erklärt er, die Stadt Wolfhagen fördere die „aktiven Vereine, um damit deren Belastungen zu mildern, die nicht über Mitgliedsbeiträge abgedeckt sind“. Hierzu seien bereits zum Jahresanfang umfangreiche Antragsvordrucke auszufüllen. Die Aufwendungen würden anhand eingereichter Belege genau geprüft. Die zugesagten Zahlungen seien Bestandteil der Vereinsarbeit des jeweiligen Geschäftsjahres. Den Vereinen am Jahresende diese zugesagten Gelder zu streichen, wäre unsozial. All dies treffe für den Kulturpreis nicht zu, da „keine genehmigten Anträge beziehungsweise Zusagen bestehen“, so Kranz.

Schon lange aktiv

Er sei bereits lange vor seiner Wahl zum Stadtverordneten im ADAC-Ortsclub aktiv gewesen. Dieser biete unter anderem Kindern ab acht Jahren die Möglichkeit, sich mit motorisierten Karts an Geschicklichkeitswettkämpfen zu beteiligen. An vielen Wochenenden seien Familien gemeinsam aktiv - unter freiem Himmel. Im ADAC seien bundesweit viele Grüne aktiv. Sinnvolle Jugendarbeit und Umweltschutz würden beim ADAC ernst genommen. Die weit überwiegenden positiven Aspekte ließen für ihn, so Kranz, „an dieser Stelle keinen Widerspruch zu seiner politischen Arbeit erkennen“. (awe)

Archivfoto:  nh

Quelle: HNA

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