Grundschüler machen beim Mitmach-Zirkusprojekt neue Erfahrungen

Wolfhagen. Gekicher, Geschrei ein bisschen Gruseln, die Kinder sind total hibbelig, denn gleich kommt die Schlange. Zirkusdirektor André Sperlich mahnt zur Ruhe und holt die Tigerpython aus ihrem Terrarium.

Während er erklärt, warum von dem riesigen Schlangentier keine Gefahr ausgeht, rücken die Kinder immer näher heran. Und schließlich gehen alle Hände nach vorn, um den Ringelkörper zu streicheln. „Die ist ja gar nicht glitschig“, sagt ein Kind erstaunt.

Die Wolfhager Grundschule ist seit Tagen eine große Manege. Für eine Woche hat der Förderverein für die 280 Schüler einen Mitmach-Zirkus engagiert. In den Klassenzimmern, der Turnhalle, auf dem Schulhof und im Zelt wird geturnt, getanzt, gezaubert, gealbert, balanciert. Alle Kinder werden zu Artisten und fiebern schon dem großen Tag der Vorstellung entgegen. Kein Problem für die Bodenakrobatik-Truppe, die mit Aleander Sperlich in der Turnhalle übt.

Sportlehrerin Beate Koenies, die die Gruppe betreut, ist begeistert: „Die können das schon.“ In Windeseile wächst die Kinder-Pyramide. Erst wackelt es noch ein bißchen, dann stehen alle still. Sperlich klatscht in die Hände: „Super, Aufstellung.“ Die Kinder verneigen sich.

Im Klassenzimmer von Lehrer Markus Ritter steht in dieser Woche Blödsinnmachen auf dem Stundenplan. Clown Jan zeigt den jungen Spaßmachern wie es geht. Mit Regenschirm und Staubwedeln albern sie über Tische und Bänke.

Bilder vom Mitmachzirkus

Mitmachzirkus in der Grundschule Wolfhagen

Im Zelt, das die Eltern der Schüler eigenhändig mit den Zirkusleuten aufgebaut haben, proben gleich drei Gruppen. „Du machst Vogelnest und du Fledermaus“, sagt Michael Weisheit zu zwei Mädchen, die bei ihm in der Manege stehen. Ohne zu zögern hangelt schon die erste am Trapez, lässt sich langsam nach hinten fallen und hängt nur noch an den Knien nach unten. Nebenan zeigt Tochter Christin Weisheit topgeheime Zaubereien. „Nicht weitersagen“, flüstern die Kinder.

„Oh ist das hart“, stöhnen die kleinen Seiltänzerinnen, als sie unter Anleitung von Alaria Lagronowa ihre ersten Schritte auf dem Stahlseil machen. Noch unsicher und etwas wackelig bewegen sie sich im Schneckentempo Zentimeter für Zentimeter nach vorn. „Zur Vorstellung könnt ihr das alle“, ist Lagronowa überzeugt.

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

Kommentare