Grundschule Körle: Neuer Schulleiter mit vielen Ideen

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Der neue Schulleiter mit den Kollegium: Jörg Langheld (sitzend) mit von links Monika Marställer, Thomas Dietrich, die stellvertretende Schulleiterin Inge Mathes, Ute Kördel, die Sekretärin Karla Frank, Marianne Lohrmann-Ritter und Silvia Ernst. 

Körle. Jörg Langheld ist seit 1. August neuer Schulleiter der Grundschule Körle. Er ist der Nachfolger von Gisela Kaminsky, die 27 Jahre die Schule prägte. Er möchte ihre Impulse aufnehmen, aber auch neue Akzente nach außen setzen.

Jörg Langheld ist mit 42 Jahren ein junger Schulleiter, der viel Erfahrung mitbringt, sein Metier beherrscht, viele Ideen hat und auch Visionen zur Zukunft von Schule.

Die Arbeit von Ruthild von Dörnberg, der früheren Schulleiterin der Christian-Bitter-Schule in Melsungen, war es, die Jörg Langheld, damals noch im Referendariat, so beeindruckte, dass er sich entschloss, seine Tätigkeit auf eine Leitungsfunktion auszurichten. Nach Stationen in verschiedenen Schulen war er fünf Jahre Konrektor in der Christian-Bitter-Schule und zuletzt in der Grundschule in Gensungen.

Früher tendierte er zur Mittelstufe, später fand er die Grundschule interessanter. In diesem Schulalter seien die Lernfortschritte enorm. Und: „Kinder sind in dem Alter sehr empfänglich, neugierig und sehr motiviert.“

Langheld verkörpert eine neue Generation, blickt weiter in die Zukunft. Er spricht davon, dass sich Lehrer zu Lernbegleitern entwickeln, von kompetenzorientiertem Unterricht und von der Implementierung von Bildungsstandards. Problem ist laut Langheld, dass in der Grundschule oft punktuelles Lernen der Fall ist. Nach zwei, drei Wochen seien die Lerninhalte häufig wieder vergessen. Deshalb sei nun die Richtung, Lerninhalte zu finden, um Kompetenzen zu erreichen.

Seit 1. August sind die Bildungsstandards verpflichtend. Fünf Jahre haben Schulen Zeit, den Bildungs- und Erziehungsplan umzusetzen. „Es geht mehr um die Verbindung zwischen Wissen und Können. Das Stichwort heiße handlungsorientierter Unterricht. Die Art des Unterrichts wird sich verändern, er wird weniger lehrerzentriert.

Früher hieß es, „zur Erziehung eines Kindes bedarf es ein ganzes Dorf“. Das ist Vergangenheit, heute ist das Leben individueller und anonymer. Darauf müsse Schule reagieren. „Schule ist als Ort des Lernens und des Lehrens zu verstehen; Schule ist eine Tankstelle des Wissens, Respekts, der Freude und Erfahrung.“

Solides Fundament

Seine Vorgängerin habe die Schule auf ein solides Fundament gestellt, sagte er. Vieles werde er weiterführen, einiges modifizieren. Inzwischen habe man die so genannte „verlässliche Schule“ eingeführt mit AGs und auch pädagogischer Hausaufgabenbetreuung in den 5. und 6. Stunden.

Es gibt eine begeisterte Umwelt-AG und das Projekt Schulwiese - die Idee, ein Stück Wiese oberhalb der Schule zuzukaufen. In Körle ist vieles in Bewegung. Von Vorteil sei die „ extrem engagierte Elternarbeit“, betont er.

Dreh- und Angelpunkt seiner Arbeit an der Schule aber ist das engagierte Lehrerkollegium. Die sieben Lehrer, zu denen er mit zwölf Wochenstunden auch selbst zählt, sind Mittelpunkt allen Geschehens. Er kann als Schulleiter viel planen und überlegen, aber „umsetzen tut es das Kollegium“.

Quelle: HNA

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