In der Grundschule in Wabern wird eine neue Forscherwerkstatt eröffnet

+
Junge Forscherwerkstatt in der Waberner Grundschule: von links Phillip Schmidt, Johannes Hof, Greta Pelz, Ilona Wiebe, Merle Kraus, Dennis Reintjes, Lina Ferber und vorne Aylin Imren (mit Gummiente).

Wabern. Wer denkt, eine Gummiente würde immer schwimmen, täuscht sich. Als Aylin Imren die Ente in ein Wasserbecken setzt, sinkt das gelbe Tier auf den Boden.

Das liegt daran, weil sie so viel Sandkuchen gegessen hat“, erläutert das Mädchen. Denn ohne Sand im Körper schwimmt die Ente.

Überraschend ist für die Waberner Erstklässler, die die Vorführung ihrer Schulkameraden beobachten, auch die Tatsache, dass eine Kerze schwimmt. Und Knete, wenn sie wie ein Boot geformt wird.

Die Wasser-Experimente sind in der neuen Forscherwerkstatt der Waberner Schule am Reiherwald zu sehen, die heute beim Schulfest eingeweiht wird. Entstanden ist die Idee bei einem pädagogischen Tag der Schule im vergangenen Jahr, erläutert Schulleiterin Ulrike Hause.

Dort wurde das Konzept der Forscherwerkstatt vorgestellt. Mit Unterstützung der Aktion „Kinder für Nordhessen“, an der sich auch die HNA und Volkswagen beteiligen, ist sie im Werkraum der Grundschule eingerichtet worden.

20 Forscherkisten aus den Bereichen Biologie, Chemie, Physik und Technik stehen in den Regalen.

Die Schüler entscheiden selbst, welchem Thema sie sich zuwenden. Zu jeder Kiste gehört neben dem Forschungsmaterial eine Anleitung für die Experimente. So gehen die Grundschüler selbst ans Werk. In ihrem Forscherheft vermerken sie später, welchen Versuch sie gewagt haben, sie zeichnen das Experiment und erklären, was dort passiert ist, und warum.

Die Arbeitsgruppe hinter der Forscherwerkstatt wurde von Lehrerin Sylvia Schönhut geleitet, viele Eltern halfen bei der Einrichtung mit. Zwar sei der naturwissenschaftlich-technische Bereich Teil des Sachunterrichts, sagt Schulleiterin Ulrike Hause, allerdings komme er an Grundschulen oft zu kurz. Das soll sich mit der Forscherwerkstatt nun ändern. Die Klassen bekommen bestimmte Zeiten zugewiesen, die sie in dem Labor verbringen.

Auch für Arbeitsgemeinschaften am Nachmittag steht der Raum zur Verfügung, sodass bald aller Waberner Schüler wissen, dass Sand im Bauch schlecht für schwimmende Enten ist.

Von Olaf Dellit

Quelle: HNA

Kommentare