Grundschulen kämpfen ums Überleben

Wolfhager Land. Das Statistische Landesamt prognostiziert für den Landkreis einen Rückgang der Schülerzahlen von 22.309 auf 17.660 Schüler bis zum Jahr 2020. Diese sinkenden Geburtenzahlen zwingen immer mehr Kommunen, Grundschulen zu schließen.

Auch im Altkreis Wolfhagen gibt es gefährdete Standorte. Ippinghausen und Oberelsungen haben in den kommenden Jahren mit kontinuierlich sinkenden Schülerzahlen zu kämpfen.

Durch den jahrgangsübergreifenden Unterricht konnte eine sofortige Schließung noch abgewendet werden. „Wir wissen aber nicht, ob wir die Schulen nach 2015 und 2016 noch halten können“, so Kreissprecher Harald Kühlborn. Das Kultusministerium verlange eine Mindestschülerzahl von 13 Kindern. Und da würden die auch nicht mit sich handeln lassen.

Der Schulentwicklungsplan verheißt für Ippinghausen und Oberelsungen nichts Gutes. Die Ippinghäuser Grundschule besuchen im Jahr 2015 voraussichtlich noch zwölf Kinder. Natürlich sei da noch Bewegung möglich, meint Kühlborn. Aber für einen Erhalt der Schule müsste es in den kommenden Jahren enorm aufwärts gehen - und das ist unwahrscheinlich.

Oberelsungen rutscht ein Jahr später in die kritische Zone. Während in den Jahren 2013 und 2014 noch jeweils acht Erstklässler eingeschult werden, sind es nach heutigen Berechnungen 2015 nur noch fünf und 2016 dann vier.

Die anderen Grundschulstandorte im Altkreis seien zum derzeitigen Zeitpunkt sichere Kandidaten. In Wolfhagen sind die Schülerzahlen konstant. Rund 70 Erstklässler werden pro Jahr eingeschult. Ausreißer war das Jahr 2010 mit nur 49 ABC-Schützen.

Die Standorte Naumburg, Breuna, Bad Emstal, Zierenberg, Ehlen und Wenigenhasungen haben keine Probleme. Balhorn hat im Jahr 2013 weniger Schüler, legt aber danach wieder zu. In Dörnberg ist dies im Jahr 2015 der Fall, doch auch hier steigt die Zahl im nächsten Jahr wieder an.

Quelle: HNA

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