Konzept für Betreuungsangebot

Grundschulstreit im Malerdorf Willingshausen

Schwalm-Eder. Über die Entwicklung am Grundschulstandort Willingshausen ist in den vergangenen Wochen sehr kontrovers diskutiert worden. Am Montag, 10. Dezember, werden sich mit diesem Thema auch die Kreistagsabgeordneten beschäftigen.

Die Sitzung beginnt um 9.30 Uhr im Borkener Bürgerhaus.

Hintergrund: Mit dem Zusammenfassen der drei Willingshäuser Grundschulen in Loshausen, Willingshausen und Wasenberg will der Schwalm-Eder-Kreis auf rückläufige Schülerzahlen reagieren. Insbesondere Einwohner des Ortsteils Wasenbergs sprechen sich gegen einen Neubau an der Antreffhalle in Merzhausen aus. Den wiederum befürwortete die Willinghäuser Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung.

Die Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren sollen im Schwalm-Eder-Kreis weiter ausgebaut werden. Ende 2011 standen 1244 Plätze für 3951 Kinder zur Verfügung, was einer Quote von 31,5 Prozent entsprach. Abhängig von den Zuschüssen, deren Höhe noch nicht feststeht, soll das Angebot bis Juli 2013 um 94 ausgebaut werden. Über dieses Konzept wird der Kreistag am Montag entscheiden.

Bei einem weiteren Schulthema geht es um den Versuch mit einer Mittelstufenschule an der Anne-Frank-Schule in Fritzlar und der Erich-Kästner-Schule in Homberg (in Zusammenarbeit mit der Berlin-Tiergarten-Schule Remsfeld). Wunsch der Schulen ist es, dieses Modell bis zum Schuljahr 2016/2017 fortzusetzen, damit das Konzept für einen Jahrgang erprobt werden kann. Der Kreistag soll dazu eine entsprechende Empfehlung an das Land Hessen geben.

Dem Kreistag liegen darüber hinaus mehrere Anträge der Fraktionen vor. Mit einer gemeinsamen Initiative fordern CDU, FDP und Grüne den Landkreis auf, zusammen mit anderen nordhessischen Landkreisen den Ausbau der Breitbandversorgung voranzutreiben. Ziel solle es sein, bis zum Jahr 2014 eine flächendeckende Versorgung mit Übertragungsraten von 50 Megabit pro Sekunde zu erreichen.

Auf Wunsch von SPD und FWG sollte überprüft werden, welche Autos der Kreisverwaltung durch Elektrofahrzeuge ersetzt werden können.

Die Linken fordern beispielsweise, sämtliche Nebeneinkünfte von Landrat Frank-Martin Neupärtl und Erstem Kreisbeigeordneten Winfried Becker offenzulegen – ähnlich der Verhaltenregeln, die für den Bundestag gelten. (hro/syg)

Quelle: HNA

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