Feuer unter der Dachpappe

Alarm in der Nacht: Schwelbrand im Altenheim Eben Ezer

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Technik im Einsatz: Mit der Wärmebildkamera entdeckte die Feuerwehr den Brandherd.

Gudensberg. Dacharbeiten, bei denen Schweißbahnen verlegt wurden, waren vermutlich die Ursache für einen Schwelbrand, der in der Nacht zu Mittwoch im Gudensberger Seniorenzentrum Eben-Ezer zu einem Großeinsatz der Feuerwehr führte.

Nach Angaben von Walter Berle, dem Leiter des Seniorenzentrums, entstand kein nennenswerter Schaden. Für die knapp 200 Bewohner des Hauses habe keine Gefahr bestanden, niemand habe evakuiert werden müssen. Es blieb bei einem Schrecken in der Nacht. Gegen 0.45 Uhr waren Rauchmelder angesprungen. Ein Schwelbrand, der nicht sichtbar war, habe in einem Raum zu einer leichten Rauchentwicklung geführt, sagte Berle.

Aktualisiert um 12.50 Uhr

Mit einer Wärmebildkamera habe die Feuerwehr den Brandherd innerhalb weniger Minuten ausfindig gemacht und gelöscht. 67 Feuerwehrleute im Einsatz Hinter einer neu verschweißten Dachpappe hatte sich ein Schwelbrand entwickelt, der vermutlich durch Arbeiten am Vortag ausgelöst worden war. Die Dachpappe wurde in diesem Bereich geöffnet, und der Brand konnte dann schnell gelöscht werden. Mit Hilfe eines Lüfters wurde der Rauch aus den Räumen geblasen.

Im Einsatz waren 67 Feuerwehrfrauen und Männer der Gudensberger Feuerwehren, Rettungkräfte von DRK und Maltesern sowie zwei Notärzte und der Kreisbrandinspektor Werner Bähr.

Für das Seniorenzentrum wird gerade ein neues Brandschutzkonzept umgesetzt. Im vergangenen Jahr seien bereits 100.000 Euro investiert worden, sagte Berle. Derzeit laufen weitere Umbauten. Im Gudensberger Seniorenzentrum leben 152 alte Menschen, darüber hinaus gibt es 31 Wohnungen für 50 Mieter. Walter Berle war gestern erleichtert, dass der Vorfall glimpflich ausgegangen ist. Berle: „Wir hatten einen Schutzengel.“ (hro)

Quelle: HNA

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