Gudensberg will 2014 und 2015 viele Millionen in nachhaltige Projekt investieren

Gudensberg will Millionen in nachhaltige Projekte investieren

Gudensberg. Allein im nächsten Jahr wird die Stadt Gudensberg sechs bis acht Millionen Euro investieren – das sei rekordverdächtig, sagte Bürgermeister Frank Börner bei der Vorstellung des Haushalts für das nächste Jahr vor den Stadtverordneten.

Gleichzeitig stellte er klar, dass man damit vor allem in die Zukunft der Stadt investiere, zum Beispiel in Sachen erneuerbare Energien und schnelles Internet. „Wir haben in Gudensberg bereits vor drei Jahren die Energiewende gestartet“, betonte Börner. 650 000 Euro für den Rückkauf der Stromnetze und die Gründung der Fulda-Eder-Energie sowie zwei Mio. Euro für den Bau des Windparks in den Langenbergen werden 2014 ausgegeben – aber beides werde sich rentieren, das Geld wieder ins Stadtsäckel zurück fließen.

Als unverzichtbar für die Stadt, ihre Gewerbetreibenden und auch Privatleute bezeichnete Börner den Ausbau des schnellen Internets. Es seien kurzfristige Lösungen wichtig, man könne nicht noch Jahre darauf warten.

Deshalb wird Gudensberg zunächst das Glasfasernetz in der Stadt ausbauen, dafür auch in den nächsten beiden Jahren etwa zwei Mio. Euro ausgeben. Auch das seien Kosten, die wieder Geld einspielten.

Gudensberg kann sich solche Investitionen leisten, weil in den vergangenen Jahren die Rücklage auf 7,6 Mio. Euro angewachsen ist. Kredite zur Finanzierung müssen nicht aufgenommen werden, der Schuldenstand beträgt Ende 2014 voraussichtlich nur noch 2,5 Mio. Euro, alles langfristige Verbindlichkeiten.

Weil auch 2015 viel investiert wird, etwa auch für einen neuen Feuerwehrstützpunkt am Metzer Kreuz (demnächst Kreisel), wird die Rücklage schrumpfen.

Ausgebaut wird im nächsten Jahr zudem das Angebot an Betreuungsplätzen in den Kitas (120 000 Euro), außerdem werden weitere 33 Bauplätze erschlossen (830 000 Euro). Für diese Plätze gibt es bereits 38 Interessenten. Der Etatentwurf wird in der nächsten Sitzung beraten.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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