VR-Bank trotzte der Krise:

Gudensberger Geldinstitut verbesserte Bilanzsumme auf 328 Millionen Euro

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Gut lachen: Der Vorstand der VR-Bank Chattengau vorne von links Thomas Völker und Reinhold Scherp verbesserten die Bilanz der Bank, im Hintergrund Maximilian Kramp und Stephanie Hübner. Die Bank gewährte viele Kredite für Photovoltaikanlagen

Gudensberg. An der VR-Bank Chattengau ist die weltweite Finanzkrise nicht spurlos vorbei gegangen: "Denn wir haben von der Krise profitiert", sagt Vorstandsmitglied Thomas Völker.

Viele Bankkunden hätten auch nach der Krise Stabilität und einen ruhigen Hafen für ihre Anlagen gesucht. Die VR-Bank habe diesen bieten können. "Unser Schlüssel zum Erfolg ist Kontinuität", sagt Reinhold Scherp, ebenfalls Vorstandsmitglied. Unerschüttert verbessert die Genossenschaftsbank seit Jahren ihre Bilanz, mit kleinen Schritten und bedacht. Der Überschuss betrug 2010 nach Steuern 1,5 Millionen Euro. "Wir sind unseren Mitgliedern verpflichtet", sagt Völker.

Für die 7000 Anteilseigner ist in diesem Jahr eine Dividende von sechs Prozent vorgesehen. Im vergangenen Jahr waren es 5,6 Prozent.

Bank legte überall zu

Erfolgsfaktoren im abgelaufenen Geschäftsjahr waren Kreditprogramme für die energetische Haussanierung und für regenerative Energien. Neukredite in Höhe von 35 Millionen Euro wurden 2010 gewährt. Damit stieg die Summe der Kredite auf 176 Millionen Euro. Insgesamt 1500 Kredite wurden vergeben: "Von einer Kreditklemme kann im Chattengau also keine Rede sein", sagt Reinhold Scherp.

Auch in allen anderen Bereichen legte die Bank im Vergleich zum Vorjahr zu: Die Höhe der Einlagen stieg um 1,5 Millionen Euro auf 273,7 Millionen Euro. Die Bilanzsumme stieg um mehr als sieben Millionen Euro auf 328,5 Millionen Euro. 

 Die Anzahl der Mitglieder stieg von 6800 auf 7000. Die Zahl der Kunden liegt bei 30.000.  Der Eigenkapitalanteil liegt bei fast zehn Prozent der Bilanzsumme. "Das ist ein überdurchschnittlicher Wert", sagt Thomas Völker. Der Eigenkapitalanteil bei vielen Großbanken liege bei wenigen Prozent. Viel Wert legt die Bank auf die Verbundenheit mit der Region.

Mit 100.000 Euro unterstützte die Bank Vereine, Verbände, Institutionen und gemeinnützige Arbeit. Die Edermünder Runde, die Tour de Chattengau, die Aufstellung des historischen Märkersteins in Guxhagen wurden unter anderem gefördert. Die Heimatstiftung der Bank verfügt mittlerweile über ein Vermögen von 500.000 Euro.

Etwa 10.000 Euro flossen als Überschuss in regionale Projekte. Zum Konzert der Bigband der Bundeswehr, das die Bank und die Gemeinde Wabern gemeinsam veranstalteten, kamen unlängst 1000 Menschen.

75 Mitarbeiter

Die Bank habe vor, auch weiterhin an den neun Geschäftsstellen mit Ansprechpartnern festzuhalten. Im März wurde die Guxhagener Bankstelle nach einer aufwändigen Umbauphase eröffnet. Derzeit sind bei der Bank

75 Mitarbeiter und neun Auszubildende beschäftigt. "Wir sind auch immer auf der Suche nach jungen Menschen, die sich für einen zukunftssicheren Beruf interessieren", sagt Reinhold Scherp. Eine Bewerbung lohne sich.

Termin: Am Donnerstag, 22. September, wird Dr. Joachim Gauck auf Einladung der Bank in Gudensberg zu Gast sein. Der genaue Programmablauf wird noch veröffentlicht.

Quelle: HNA

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