Günther Dreisbach ist neuer Vorsitzender der Synode

Neue Spitze: Dem Kirchenkreisvorstand gehören Kirchenrat Günther Dreisbach, Dekan Dr. Gernot Gerlach, Pfarrer Günter Schramm (hinten von links) sowie Heike Wischnath (links) und Christine Henkelmann an. Foto: Lehmann

Der Kirchenkreis Wolfhagen hat einen neuen Vorstand. Neben Dreisbach gehören Pfarrer Günter Schramm, Heike Wischnath, Christine Henkelmann und Dekan Gernot Gerlach dem Spitzengremium an.

Wolfhagen. Kirchenrat Günther Dreisbach (Wolfhagen) ist neuer Vorsitzender der Synode des Kirchenkreises Wolfhagen. Der 63-Jährige ist Nachfolger von Rudolf Möse, der dieses Amt wegen Erreichens der Altersgrenze - die Wählbarkeit liegt in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck noch bei 70 - nicht mehr wahrnehmen konnte. Dreisbach wurde mit großer Mehrheit in der konstituierenden Sitzung der Synode im Ippinghäuser Haus des Gastes gewählt.

Dreisbach ist mit der Arbeit der Synode bestens vertraut, er gehörte ihr bereits von 1971 bis 1995 und dann wieder seit 2012 als Mitglied an. Der neue Mann an der Spitze will in der Synode vor allem die Laienmitglieder „sprachfähiger“ machen. „Bisher sind meistens die Pfarrer die Wortführer“, so Dreisbach, doch die Meinung der Laien, die ja auch in den Ausschüssen ihr Fachwissen einbringen, sei ebenso wichtig. „In der Wertigkeit gibt es keine Unterschiede.“ Denn die Synode, früher „eher ein großer Kreis alter Herren, die Beschlussvorschläge abgenickt haben“, sei heute ein echtes Entscheidungsgremium.

Die konstituierende Sitzung der Synode nach der Kirchenvorstandswahl vom September war bestimmt von Wahlen. Dem Spitzengremium, dem Kirchenkreisvorstand, gehören neben Dreisbach der Ehlener Pfarrer Günter Schramm (57 Jahre, zweite Wahlperiode) sowie als Laienmitglieder Heike Wischnath (53, Breuna) und Christine Henkelmann (51, Ehringen, dritte Wahlperiode) an. Kraft Amtes ist Dekan Dr. Gernot Gerlach Vorstandsvorsitzender.

Der Vorstand, der einmal pro Monat tagt, kümmert sich nicht nur um die Vorbereitung der jährlich zweimal stattfindenden Synoden und die Koordination der Arbeit der ebenfalls in der Sitzung in Ippinghausen gewählten acht Fachausschüsse, sondern auch um die laufenden Geschäfte von Kirchenaustritten, Stellenbesetzungen bis Finanzen, denn, so Pfarrer Schramm: „Kirche fällt nicht als fertige Struktur vom Himmel“. Darüber hinaus sieht sich der Vorstand laut Dekan Dr. Gerlach auch in der Pflicht, bei aktuellen kommunal- und gesellschaftspolitischen Problemen, wie etwa der Schließung der Wolfhager Geburtshilfe, im Sinne der Synodalen und der 26 000 Mitglieder im Kirchenkreis Stellung zu beziehen.

Die Synode ist das Parlament des Kirchenkreises und hat 74 Mitglieder, zwölf davon werden vom Kirchenkreisvorstand vorgeschlagen, sie kommen aus möglichst vielen unterschiedlichen Berufen, beziehungsweise Fachrichtungen. Die Synodalen vertreten die 25 Kirchengemeinden (plus Patronat Escheberg) des evangelischen Kirchenkreises Wolfhagen, zu dem auch Ehringen gehört. Eine Wahlperiode umfasst sechs Jahre.

Von Cornelia Lehmann

Quelle: HNA

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