Verein hat Buch über Geologen Wilhelm Philipp Daniel Schulz herausgegeben

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Foto am Gedenkstein: (von links) Ursel Klein, Harald Schätzle, Robert Schulz, Manfred Müller, Peter Schnegelsberg, Heinrich Heinemann, Thomas Raue.

Habichtswald. Gut Ding will Weile haben, weiß der Volksmund. Und auch die Mitglieder des Geschichts- und Heimatvereins Habichtswald (GHV) haben offensichtlich diese Weisheit beherzigt.

Denn von der Idee bis zur Herausgabe des kürzlich erschienenen Buchs über den in Dörnberg geborenen Geologen Wilhelm Philipp Daniel Schulz vergingen sieben Jahre.

„Was lange währt, wird endlich gut“, begrüßte Heinrich Heinemann die Gäste, die zur Buchvorstellung ins Rathaus Habichtswald in Dörnberg gekommen waren. „Wir sind sehr stolz darauf, in dem Werk die Arbeit national und international bekannter Wissenschaftler mit den historischen Beiträgen ortsansässiger Autoren zusammengebracht zu haben“, so der Vorsitzende des Geschichts- und Heimatvereins Habichtswald.

Im Jahr 2002 hatte man seitens des GHV zum ersten Mal davon gehört, dass ein in Dörnberg geborener Geologe im 19. Jahrhundert in Spanien als „Don Guillermo Schulz“ Bedeutendes geleistet habe.

Er vermaß das Land und erstellte eine Karte. „Nach und nach wurde uns bewusst, dass wir hier auf einen großen, aber bislang recht unbekannten Sohn unserer Heimat gestoßen sind“, so Heinemann. Als Dörnberger gilt Schulz übrigens dank einer territorialen Besonderheit der damaligen Zeit. Denn sein Geburtshaus auf dem Gelände des Karlsberger Kohlewerks gehörten seinerzeit zum Kirchspiel Dörnberg.

Schulz 200. Geburtstag im Jahr 2005 wurde zum Anlass genommen, einen Gedenkstein vor der Dörnberger Kirche zu errichten – für „WPD Schulz“, wie ihn die GHV-Mitglieder der Einfachheit halber gern nennen.

Zum selben Zeitpunkt reifte auch die Idee zur Herausgabe einer Publikation, in der Leben und Wirken dieser ungewöhnlichen Persönlichkeit ausführlich dargestellt und gleichzeitig die geschichtliche Situation am Ort seiner Geburt und Jugendzeit eingebunden wird. Nach zahlreichen Arbeitsstunden, intensiven Recherchen in Archiven und Bibliotheken und vielen aufschlussreichen Gesprächen kann sich das Ergebnis nun sehen lassen.

Beiträge auf 140 Seiten

Herausgekommen ist ein grün eingebundenes, 140 Seiten starkes Werk, das die Persönlichkeit des 1877 verstorbenen Schulz durch die jeweiligen Beiträge herausstellt.

Ob Harald Schätzles Berichterstattung über Schulz’ Jugend, die Schilderungen der Dörnberger dörflichen Struktur zur damaligen Zeit von Ursel Klein, Peter Schnegelsbergs Ausführungen über die Schulz-Familie oder die Fachbeiträge von Prof. Dr. Peter Carls (Braunschweig) sowie Dr. Ing. Hartmut Schade – sämtliche Beiträge fügen sich zu einer gelungenen Würdigung zusammen.

Zum Andenken an einen Menschen, der trotz einer beispiellosen Karriere und Auszeichnungen stets bodenständig blieb.

Von Martina Sommerlade

Quelle: HNA

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