Countrysänger gab ein Konzert zur Einweihung von Logistiker Elvis in Remsfeld

Gunter Gabriel gab ein Konzert in Remsfeld

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Autogramme vom Altstar: Heidi Herrman aus Homberg und Moni Bittner aus Gudensberg holten sich in Knüllwald die Unterschrift von Gunter Gabriel.

Remsfeld. „Ich bin der Freund aller Fahrer“: Mit diesen Worten stieg Gunter Gabriel auf den Truck, dessen Ladefläche in der Umladehalle des Logistikbetriebs Elvis zur Einweihung als Bühne diente, haute einen kernigen Spruch nach dem anderen heraus und spielte seine bekannten Songs in Truckermanier.

Der Countrysänger, dessen Vorbild Johnny Cash ist, war am Abends zuvor noch in einer Talkshow aufgetreten, wo er zu seinem 70. Geburtstag über sein turbulentes Leben befragt wurde. Einige der Besucher hatten ihn dort gesehen und waren gut informiert über seine Musik, den Alkoholismus und die Insolvenz.

Locker und schnodderig

Gabriel ging locker damit um, war schnodderig und gnadenlos offen mit sich selbst: „Es gab Zeiten, da gingen die Menschen auf die andere Straßenseite, wenn sie mich sahen. Da brauchte ich wenigstens keine Autogramme zu geben,“ sagte er und lachte. Auch das Publikum grölte zu seinen Gags: „Bata Illic und Stefan Raab haben eins gemeinsam: Beide haben eine Frontseite, die an einen Cadillac erinnert.“ Er verulkte die Kanzlerin: „Die Merkel hat noch die Mundorgel in der Handtasche.“

Dazwischen klatschten die Zuschauer zu „Hey Boss, ich brauch’ mehr Geld“ und kannten „Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst“, das er einst für Juliane Werding schrieb, die damit einen großen Erfolg gelandet hatte. Viele seiner Lieder erinnern an seine guten Zeiten, und irgendwie kennt sie jeder aus dem Radio oder Fernsehen. Noch immer ist seine Stimme satt und tief.

„Ring of fire“ von Johnny Cash kam dabei genauso gut wie eine Elvisinterpretation „Just don’t step on my blue suede shoes“, was heißt: Tritt nicht auf meine blauen Wildlederschuhe.

Manche kamen, um sich Autogramme zu holen. Die verteilte er in der Pause freundlich und ließ sich mit den Fans fotografieren. „Der Typ ist einfach ehrlich und sagt, wie es ist“, sagte Heidi Herrmann aus Homberg. Der so gepriesene Gunter Gabriel nahm sie gern fürs Bild in den Arm. (zty)

Quelle: HNA

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