Burgfestival in Homberg: Gute Bands, aber sie zogen nicht

+
Sie boten viele Saiten: Die Punkrockband Kmpfsprt – sie schreibt sich wirklich ohne Vokale – gab beim Homberger Burgbergfestival einen überzeugenden Auftritt.

Homberg. Harte Klänge und Rhythmen wummerten bereits ab dem Samstagnachmittag vom Homberger Stellberg: Dort ging das 36. Burgfestival über die Bühne, das der Stadtjugendring gemeinsam mit der Stadtjugendpflege der Kreisstadt veranstaltet hatte.

Allerdings waren deutlich weniger Besucher vor Ort als bei der Irish Night am Freitagabend.

Sie genossen den Sommer und Musik: von links Alina Draidt, Sandra Schwalm, Sandra Filser, Caloin Wagener und Johanna Strate am Homberger Stellberg.

Eine fetzige Mischung aus kalifornischen Funpunk gemixt mit deutschem Skatepunk lieferte die Punkrockband Sturdy. Energiegeladene Musik gab es von der deutschsprachigen Alternative Rockband aus Kassel „Box of X“ zu Gehör. Man konnte bei den Liedern sowohl träumen als auch richtig abrocken. Kraftvollen, melodiösen Alternative-Rock bot „Fulltimejob“, die von der Indie-Pop-Band „Fullax“ abgelöst wurde. Die kam gut an: Die Besucher Julian Giese und Jonas Hoppe bezeichneten deren Musik als warmherzig.

Gute Stimmung verbreitete der 22-jährige Rapper „Bengio“ aus Fulda. Er stellte zahlreiche Titel aus seinem neuen Album „Unterwegs“ vor, an dem unter anderem auch Samy de Luxe mitgearbeitet hat. Kraftvolle Protestsongs spielte die deutsche Punkrockband „Kmpfsprt“. Dabei nahmen sie kein Blatt vor den Mund. Das Publikum tanzte, was das Zeug hielt.

Als Hauptakt enterten „Großstadtgeflüster“ die Bühne. Die Gruppe um Sängerin Jennifer Bender servierte dem Homberger Publikum eine gelungene Mixtur zwischen Elektropop und Elektropunk. Dabei durfte natürlich ihre erfolgreiche Hymne auf die Hauptstadt Berlin „Fickt-euch-alle“ nicht fehlen. Die Fans sangen und tanzten ausgelassen zu den fetzigen Liedern.

Am Ende der Show wurden zwei Holzbrettchen verlost, die von sämtlichen Künstlern des Festivals unterschrieben worden waren.

Die Veranstalter zeigten sich ein wenig enttäuscht, denn trotz der tollen Stimmung hätten sie sich mehr Publikum gewünscht. Das Burgbergfestival am Stellberg war an diesem äußerst veranstaltungsintensiven Wochenende - die Konkurrenz war wirklich groß - aber nicht die erste Wahl vieler Musikfreunde.

Quelle: HNA

Mehr zum Thema

Kommentare