Schwalm: Gute Ergebnisse für die Sozialdemokraten

Schwalm. Die vollständige Stimmenauszählung der Gemeindewahl liegt nun auch für die vier Kommunen vor, die unsere Zeitung bis Dienstagabend nur im vorläufigen Trend beleuchten konnte.

Neukirchen: Die Stimmauswertung hat das Ergebnis in für die Kurstadt geglättet. Die CDU und Bürgermeister Klemens Olbrich müssen aber eine Einbuße von 4,8 Prozent hinnehmen. Nach dem Listenwahlergebnis hatte es zunächst nach einem schwereren Verlust ausgesehen, aber zwei Sitze müssen die Christdemokraten mit erzielten 33,6 Prozent eben doch abgeben, zehn Sitze sind für sie verblieben.

Verloren haben aber auch die Sozialdemokraten, ihr Ergebnis sank von 38 Prozent auf 34,9 Prozent. Das kostet die SPD-Fraktion den Sitz, den sie in der Wahl 2006 erobert hatte. Künftig werden wieder elf Frauen und Männer die SPD vertreten.

Der Verlust der Freien Demokraten fiel wesentlich geringer aus, als es der Trend vorhersagte: Das Minus von 0,3 Prozent auf nun 9,6 Prozent hat keine negativen Auswirkungen, die FDP-Fraktion zählt weiterhin drei Köpfe.

Einen leichten Dämpfer gegenüber dem Trendergebnis hielt die Auszählung für die erstmals angetretenen Grünen bereit. Sie kommen auf 6,2 (nicht auf 9 Prozent). Ihre beiden Sitze stammen rein rechnerisch von der CDU.

Den von den Sozialdemokraten verlorenen Sitz sicherten sich – ebenfalls rein rechnerisch – die Unabhängigen: Mit einem Plus von 1,5 Prozent auf 9,2 Prozent geht es für die UBL auf drei Sitze rauf. Für die FWG bleibt es bei zwei Stimmen in der Stadtverordnetenversammlung (plus 0,5 Prozent auf 6,5 Prozent).

Willingshausen: Für die Gemeinde in der tiefen Schwalm traf es der Trend besser: Die Bewegungen sind gering. Allerdings muss die FDP mit ihrem Bürgermeister Heinrich Vesper einen Sitz abgeben, die Zustimmung für sie sank um 2,3 Prozent auf 9,5 Prozent und damit nur noch drei Sitze. Den Sozialdemokraten genügt ein Gewinn von 0,3 Prozent auf 47,1 Prozent, um die Fraktion um einen Platz auf 15 aufzustocken. BLG/FWG verbessert sich leicht auf 19,2 Prozent und behält sechs Sitze.

Gilserberg: Im Hochland gibt es künftig nur noch zwei Farben, WGH und FDP haben die Segel gestrichen. Künftig sitzen sich allein die CDU (42 Prozent, zehn Sitze) und die SPD (58 Prozent, 13 Sitze) gegenüber, eine komfortable Mehrheit für Bürgermeister Lothar Vestweber. Allerdings haben die Christdemokraten doch wesentlich stärker von den freigewordenen Stimmen profitiert, plus 9,3 Prozent, und der frühere WGH-Mann Rainer Barth rangiert bei ihnen gleich hinter CDU-Sprecher Michael Stuhlmann.

Frielendorf: In der ehemaligen Bergbaugemeinde müssen die Christdemokraten einen Sitz abtreten, die erreichten 24 Prozent ergeben sieben Sitze. Auf die selbe Anzahl kommen wieder die Freien Wähler, die sich minimal steigerten, plus 0,1 Prozent. Die FWG erreichte zwar doch etwas weniger Stimmen (22,1 Prozent) als die CDU, im Gemeindeparlament bildet sich das nun nicht mehr ab.

Für Bürgermeister Birger Fey (SPD) bestätigt sich das Trendergebnis im Wesentlichen, er kann seine letzte Amtszeit mit der bequemen Mehrheit von knapp 54 Prozent der Wählerstimmen zu Ende führen. 55,4 Prozent der Frielendörfer waren zur Wahl gegangen und bestätigten seinen Kurs. Die Zeit der Mehrheit von nur einer Stimme ist für die SPD vorbei.

Quelle: HNA

Kommentare