Akteure der Trutzhainer Bühne proben für zwei Theaterabende Anfang November

Gute Lügen leben länger

Laienschauspiel mit Tradition: Die Schauspieler der Trutzhainer Bühne bringen am ersten Novemberwochenende an zwei Abenden in Folge den Dreiakter „Polnische Wirtschaft“ von Bernd Gombold auf die Bühne. Foto: Rose

Trutzhain. Sie schlüpfen nicht nur regelmäßig mit Vorliebe in blaue Arbeitshosen und geblümte Kittelschürzen, sondern auch mit Begeisterung in neue Rollen - die Hobbyschauspieler der Trutzhainer Bühne.

Seit Sommer proben die zehn Akteure für ihren großen Auftritt, zwei Theaterabende Anfang November.

Im Schwalmstädter Ortsteil wird seit Jahrzehnten das Laienschauspiel wach gehalten. Und mittlerweile holen sich die Akteure auch noch junge Verstärkung: Denn der Familiennachmittag am Sonntag rundet das komödiantische Wochenende ab. Diesmal tritt die Kinder- und Jugendgruppe der Trutzhainer Bühne auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Geplant sind außerdem Aufführungen der Rotkäppchenschule sowie des Trutzhainer Kindergartens.

Nachwuchs aus der Jugend

Zum Team der Hobbyakteure gehören in diesem Jahr Friedrich Sperlich, Heike Schoßhardt, Michael Sperlich, Otmar Heidenreich, Anja Wahl, Carina Lumbe-Marquardt, Norbert Braun, Ralpg Göbel und Armin Teuchler. Johanna Meißner feiert ihre Bühnenpremiere. Sie hat bereits erste Schauspielerfahrungen in der Jugendgruppe des Vereins sammeln können. Als Souffleuse steht Monika Krell bereit, für die Maske ist Lydia Trexler zuständig. Neu bestzt ist der Platz auf dem Regiestuhl: Dort hat Karl-Heinz Gutheil, der 2010 noch selbst mitspielte, Platz genommen.

Das Publikum darf sich auf einen Schwank in drei Akten von Bernd Gombold freuen - „Polnische Wirtschaft“ oder „Gute Lügen leben länger“: Darin steht dem Ehepaar Müller mit ihrer Autowerkstatt das Wasser buchstäblich bis zum Hals, denn der Betrieb schreibt rote Zahlen. Da helfen auch die gut gemeinten, meist aber nicht ganz legalen Ratschläge des polnischen Schwarzarbeiters Kasimir nicht weiter.

Da scheinen die Erfindungen des Mieters Mathias eine bessere Chance zu sein, um den maroden Betrieb zu retten. Doch damit nimmt das Chaos im Hause Müller erst richtig seinen Lauf. „Die Erfindung - einen Stuhl mit speziellem Effekt - ist natürlich eine Sonderanfertigung für die Trutzhainer Bühne“, erklärt Akteur Armin Teuchler.

Mittlerweile großer Fundus

Denn neben dem Schauspiel kümmert sich die Truppe auch um ein ansprechendes Bühnenbild. Der Fundus an Mobiliar ist mittlerweile groß, die handwerklich versierten Akteure kümmern sich um die Ausstattung, unter anderem Teppichboden verlegen. Pünktlich am ersten Novemberwochenende hebt sich dann wieder der Vorhang zu zwei vergnüglichen Stunden im Trutzhainer Dorfgemeinschaftshaus.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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