200 Landwirte trafen sich am Sonntag zum Kreiserntedankfest in Gilserberg

Der guten Ernte zum Dank

Buntes Programm: Auch die Landjugend Schwalm sorgte für das Gelingen des Nachmittags.

Gilserberg. Zum Kreiserntedankfest trafen sich am Sonntagnachmittag 200 Landwirte und ihre Gäste in der Gilserberger Hochlandhalle. Organisiert worden war der Nachmittag von den Landsenioren Ziegenhain und dem Kreisbauernverband.

Unterstützt wurden sie von der Landjugend Schwalm sowie den Landfrauen aus dem Hochland, die für die schmucke Ausgestaltung der Halle und für das Wohl der Gäste bei Kaffee und Kuchen sorgten. Der Posaunenchor Lischeid/Winterscheid/Heimbach empfing die Besucher mit klingendem Blech. Von der Bühne grüßten Rainer Ochs, stellvertretender Vorsitzender des Regionalbauernverbandes, und Theresa Schmidt von der Landjugend.

„In erster Linie geht es beim Erntedankfest auch darum, nach eingefahrener Ernte zusammen zu kommen und Zeit zum Begegnen und Plaudern zu haben“, erklärte Ochs. Gilserbergs Bürgermeister Rainer Barth richtete seinen Gruß an die Landwirte. Wohlklingendes gab es auch vom Männergesangverein Mengsberg zu hören, nachdenklichere Töne schlug Pfarrer Siegfried Kneschke in seiner Andacht an.

Die seit Juni amtierende Hessische Rapsblütenkönigin Nadine Krug stellte sich im Anschluss vor: Für die kommenden zwei Jahre wird die 24-jährige Mardorferin, die Agrarwirtschaft studiert hat und im elterlichen Betrieb tätig ist, den Raps auf Veranstaltungen repräsentieren.

Die Festrede hielt Friedhelm Schneider, Präsident des Hessischen Bauernverbandes zum Thema „Unsere Landwirtschaft im Einklang mit dem Verbraucher“. Darin ging er unter anderem auf artgerechte Tierhaltung ein. Als Landwirt gehe es insbesondere darum, darauf zu achten, dass es den Tieren gut gehe. Nur dann könne auch Leistung erwartet werden. Das Ernteaufkommen in Hessen habe 2014 zugenommen. Jedoch seien die Landwirte in Nordhessen aufgrund der feuchten Witterung im Frühjahr benachteiligt gewesen. Das habe sich vor allem in den Qualitäten bemerkbar gemacht. Mit Blick auf den Weltmarkt vertrat Schneider den Kurs, dass es die Aufgabe der Landwirte sei, die Menschen satt zu bekommen. Besonders in Drittländern sei der Bedarf an europäischen Produkten hoch. Exportiert werde zwar überwiegend in europäische Länder, jedoch nach und nach auch in Drittländer.

Das Schlusswort war der Vorsitzenden der Landseniorenvereinigung Anni Euler vorbehalten, die zum gemeinsamen Lied „Nun danket alle Gott“ einlud.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

Kommentare