Guxhagener schließen sich zu Bürgerinitiative „Lärmstopp A7“ zusammen

Bürgerinitiative: Dieter Fischer (von links), Sabine Fischer, Gaby Wagner, Dennis Brehm,Gisela Alheit, Heinz Alheit, Dietmar Hering, Helga Hering, Martin Hörle und Konrad Johannes Rysiewski kämpfen nun gemeinsam und werben für Untertützung. Foto: C. Hartung

Guxhagen. Dass das geforderte Tempolimit auf der A 7 bei Guxhagen vom Hessischen Ministerium abgelehnt worden ist, hat den Hoffnungen der Anwohner auf einen Lärmschutz einen Dämpfer verpasst.

„Jetzt gehen wir einen Schritt weiter“, sagt Dieter Fischer. Gemeinsam mit Nachbar Dennis Brehm hat Fischer jetzt die Bürgerinitiative „Lärmstopp A 7“ gegründet.

Die ersten Anwohner und die SPD-Fraktion haben bereits ihre Untertsützung zugesagt, wie auch Breitenaus Ortsvorsteher Konrad Johannes Rysiewski und Gaby Wagner. „Vor zehn Jahren konnte man sich noch im Garten unterhalten, jetzt muss man ins Haus gehen, damit man den anderen versteht“, sagt Gaby Wagner. Der Lkw-Verkehr habe in den vergangenen Jahren enorm zugenommen. „Neulich habe ich die Haustür aufgemacht, da hat es sich angehört, als ob ich mitten auf der Autobahn stehe“, sagt Dennis Brehm.

Da sich seitens der Politik nichts tue, müsse man nun selbst die Inititiative ergreifen, sagt Fischer. „Nur so können wir unserem Anliegen Nachdruck verleihen.“

Orientieren wollen sich die Guxhagener an der Interessengemeinschaft Lärmschutz A 49, die sich 2013 in Holzhausen gegründet hat. Mit Bürgerversammlungen, Protesten und zahlreichen Aktionen haben sie unter anderem erreicht, dass ein Tempolimit eingerichtet und ein bestehender Lärmschutzwall erweitert wird. „Daran sieht man, dass es klappen kann, wenn man sich dafür einsetzt. Holzhausen ist unser Vorbild“, sagt Fischer. So müsse man das auch in Guxhagen angehen.

Da er bereits seit Jahren erfolglos für einen Lärmschutz gekämpft hatte, wollte Dieter Fischer eigentlich das Handtuch werfen. Nach einem Artikel in der HNA habe er aber viele Zuschriften bekommen, in denen es hieß, dass er nicht aufgeben solle, dass ihn wieder die Motivation gepackt habe. Als er dann noch gelesen habe, dass an der A 49-Brücke Todenbach ein Schutzwall für Tiere errichtet wird, damit sie vom Autolicht nicht gestört werden, sei ihm die Hutschnur geplatzt. „Für die Viecher wird was getan, aber für uns Menschen nicht? Das kann doch alles nicht wahr sein“, sagt Fischer.

Das Ziel von Fischer und Brehm ist, jetzt möglichst viele Guxhagener mit ins Boot zu holen. „Die Anwohner in Büchenwerra sind auch enorm belastet. Dort werden wir sicher auf große Unterstützung stoßen“, sagt Rysiewski.

Um auf die Initiative aufmerksam zu machen, sollen unter anderem Unterschriften gesammelt und Flyer gedruckt werden. „Vielleicht kann man die vorm Edeka verteilen“, regt Rysiewski an. „Und dann werden wir ein Treffen organisieren mit der kompletten Gemeindevertretung, Bürgermeister und Ortsbeiräten“, sagt Fischer. Den Termin werden wir in der HNA bekannt geben.

Kontakt zur Bürgerinitiative: Dieter Fischer, 05665-3768

Hintergrund: Anwohner fordern Messung vor Ort

Besonders ärgern sich die Anwohner in Guxhagen darüber, dass der Lärm vom Schreibtisch aus berechnet und nicht richtig gemessen wird. „Wir wollen eine richtige Messung vor Ort“, sagt Breitenaus Ortsvorsteher Konrad Johannes Rysiewski. Laut Hessen Mobil spricht gegen eine richtige Messung, dass dann auch Umgebungsgeräusche ins Ergebnis einfließen würden.

Quelle: HNA

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