Firma will zusätzliche Parkplätze schaffen – Auch Wohnhäuser denkbar

Hadler kauft Baugebiet - "Uns fehlte Platz"

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Idyllisch gelegen: Derzeit verfügt die Firma Hadler in Neuenbrunslar über eine Fläche von 2000 Quadratmetern, jetzt sollen 5500 Quadratmeter dazu kommen.

Neuenbrunslar. Die Firma Hadler will einen Teil des Baugebiets Am Bornpfad in Neuenbrunslar kaufen. Dem haben die Felsberger Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Donnerstagabend mehrheitlich zugestimmt.

Seit Jahren versucht die Stadt erfolglos, die Grundstücke zu verkaufen. Die Firma Hadler, die unter anderem Leuchten herstellt, hatte seit Langem Interesse an dem Gelände bekundet. „Wir mussten schon nach Tunesien ausweichen, weil uns der Platz fehlte“, sagte Geschäftsführer Wolf Rüdiger Hadler auf Anfrage.

Derzeit verfügt die Firma in Neuenbrunslar nach Angaben des Geschäftsführers über eine Fläche von etwa 2000 Quadratmetern, mit dem Kauf des Baugebiets kämen rund 5500 Quadratmeter dazu.

Nutzen will das Unternehmen die zusätzliche Fläche unter anderem für Parkplätze: Derzeit stellen die Mitarbeiter ihre Fahrzeuge an der schmalen Fritzlarer Straße ab und behindern damit die Feuerwehr auf dem Weg zu Einsätzen.

Außerdem wolle man versuchen, einen Teil der Fläche als Wohngebiet zu entwickeln, sagte Hadler. Damit werde man möglicherweise auch attraktiver für neue Mitarbeiter: „Junge Familien brauchen auch Raum, auf dem sie bauen können“, erklärte der Geschäftsführer. Derzeit habe er ein großes Problem, Mitarbeiter zu finden – vor allem Entwickler sucht Hadler dringend.

Mit dem Wohngebiet wolle man auch zur Entwicklung des Ortes beitragen, sagte der Geschäftsführer: „Das ist auch in unserem Interesse.“ Ein Gespräch mit dem Ortsbeirat sei geplant. Allerdings machte Hadler klar: „Wenn die Entwicklung des Wohngebiets zu teuer für uns wird, müssen wir es lassen.“

In der Stadtverordnetenversammlung sorgte der geplante Verkauf für Diskussionen. Neuenbrunslars Ortsvorsteher Sascha Tümmler (SPD) sprach von einer guten Nachricht für den Stadtteil und für ganz Felsberg. Dies sahen die meisten Stadtverordneten ähnlich.

Kritik von Pschibul

Kritisch äußerte sich Jochen Pschibul, der Fraktionsvorsitzende der Grünen: Die Stadt Felsberg müsse das Baugebiet zunächst von der Hessischen Landgesellschaft (HLG) zurückkaufen, für insgesamt 200.000 Euro. „Für dieses Geld bekommen wir nichts, und das macht mich wütend“, sagte Pschibul. Wenn die Firma Hadler nun ihrerseits die Grundstücke weiterverkaufe, werde die Stadt nur zu 50 Prozent am Erlös beteiligt. Was die Firma Hadler der Stadt für das Gelände zahlen will, wurde gestern nicht gesagt.

Bei den übrigen Stadtverordneten stieß Pschibuls Kritik auf Unverständnis. Man solle froh sein, dass das Gelände nun endlich genutzt werde, war der Tenor.

Außer dem Grünen-Fraktionsschef stimmte nur Karl Meyfarth (DFB) gegen den Verkauf des Baulands.

Quelle: HNA

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