JVA-Schwalmstadt Obduktionsergebnis bescheinigt natürlichen Tod

Das Obduktionsergebnis des kürzlich im Ziegenhainer Gefängnis verstorbenen Sicherungsverwahrten liegt vor. Nach HNA-Informationen ist der Mann an den Folgen einer Leberzirrhose gestorben.

Im Bericht ist zudem von Hepatitis C und bereits abgestorbenen Teilen des Dickdarms die Rede.

Der Tod des Häftlings hatte in der vergangenen Woche unter den Gefangenen für Unruhe gesorgt. Unter anderem war der Anstaltsleitung vorgeworfen worden, dass es 40 Minuten gedauert habe, bis ein Arzt erschienen sei.

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Das Justizministerium bestätigte auf HNA-Anfrage, dass der Mann eines natürlichen Todes gestorben sei. „Kein Notarzt der Welt hätte diesen Mann noch retten können“, erklärte Pressesprecher Dr. Hans Liedel. Es sei ein erfahrener Arzt vor Ort gewesen. Dieser habe alles getan, was in seiner Macht stand.

Offensichtlich abgebrochen haben die Gefängnisinsassen ihre Klopfaktion. Damit hatten sie in den vergangenen Nächten ihrer Trauer Ausdruck verleihen wollen.

Laut Liedel hätten die Häftlinge mit dieser Aktion inzwischen einen Forderungskatalog verbunden. Unter anderem hätten sie ungefesselten Ausgang bei Führungen verlangt, erklärte der Pressesprecher. Wieviele Gefangene noch die Anstaltskost verweigern, ist unklar. Laut Justizministerium ernähren sie sich aus eigenen Vorräten. (syg)

Quelle: HNA

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