Krähwettbewerb in Spangenberg: Hähne röhrten wie die Hirsche

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An diesen Großen Hahn ging der dritte Platz: Harry Steffen (rechts) vom Geflügelzuchtverein Rotenburg bekam den Pokal. Links Phillip Wille, ein Jungzüchter aus Spangenberg.

Spangenberg. Kikeriki ist nicht gleich Kikeriki: Das konnten die Besucher des Hähnekrähwettbewerbs, den der Rassegeflügelzuchtverein Spangenberg am Sonntag ausrichtete, nicht überhören. Schon von weitem kündigte sich das Treiben am Burgsitz nahe des Marktplatzes an.

Das Krähen der 64 Tiere klang mal lautstark brummend wie ein röhrender Hirsch, andere Hähne machten durch hohe Töne oder heiseres Rufen auf sich aufmerksam. Oft ging dem Ruf ein stotterndes Gackern voraus.

Zum 29. Mal hatte Karl Deist, Vorsitzender des Rassegeflügelzuchtvereins Spangenberg, Züchter aus der Region zu diesem Wettbewerb eingeladen. Wie der Kreisverbands-Vorsitzende Kurt Staufenbach (Neuenstein) erklärte, sei dieser Wettbewerb der einzige im Kreisverband.

Gegen 10.20 Uhr startete die Stoppuhr. Dann war die Konzentration der Helfer gefordert. Sie zählten die Rufe, auf Stühlchen sitzend mit Klemmbrett auf den Knien, unter dem großen Freisitz, in dem die Käfige mit den Tieren standen. Jeder dokumentierte die Aktivitäten von je acht Tieren.

Die Hähne waren in drei Kategorien eingeteilt: Große Hähne, Zwerge und Urzwerge. Spangenberger Züchter, die aus dem Kreisverband Fulda-Werra und darüber hinaus sowie vom Partnerverein aus Menteroda (Thüringen) waren zum Wettbewerb angereist.

Die Vielfalt des Krähens bewunderten auch die Zuschauer. Klaus und Jutta Blumenstein aus Spangenberg waren mit ihrem zweijährigen Enkel Patrick junior gekommen. „Wir wollten einfach mal gucken“, sagte Klaus Blumenstein, der die Pokale für die Sieger graviert hatte.

Von Alexandra Lache-Elsen

Quelle: HNA

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