Hängepartie: Baugenehmigung nach mehr als einem Jahr Wartezeit

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Hängepartie: Seit mehr als einem Jahr warten Torsten Sippel und Heike Früchtenicht darauf, dass sie mit dem Bau ihres Hauses in Ippinghausen beginnen können. Von den zwölf Grundstücken ist eins verkauft sechs sind reserviert, fünf noch frei.

Ippinghausen. Seit mehr als eineinhalb Jahren träumen Heike Früchtenicht und Torsten Sippel von ihrem Eigenheim in Ippinghausen.

Wenn nicht wieder etwas dazwischen kommt, wird das Paar wohl in der kommenden Woche endlich die Baugenehmigung in den Händen halten.

Hinter den beiden liegt eine lange Zeit des Hoffens und Bangens, der Sorge und des Ärgerns über die Stadtverwaltung Wolfhagen. Als Früchtenicht und Sippel sich im November 2013 ihre 812 Quadratmeter große Parzelle im neuen Baugebiet Auf dem Bürgel im Wolfhager Stadtteil Ippinghausen reservieren ließen, glaubten sie noch daran, im folgenden Jahr bis Weihnachten in den eigenen vier Wänden feiern zu können. Nach dem Kauf des Grundstücks im Mai 2014 mussten sich die beiden bald von ihrem Traum verabschieden. Denn entgegen des Versprechens der Stadtverwaltung, dass der noch fehlende Bebauungsplan für das Gebiet nur eine Formsache sei, begann eine Hängepartie.

Grund war ein vom Regierungspräsidium gefordertes aussagekräftiges Emissionsgutachten für ein mit Holzgas betriebenes Blockheizkraftwerk der Firma Kuntschar an der Waldecker Straße, knapp 250 Meter Luftlinie entfernt. Solange das nicht vorlag, war ein juristisch wasserdichter B-Plan nicht auf die Beine zu stellen.

Anlage stillgelegt 

Bewegung kam jetzt ins das Verfahren, weil Firmenchef Walter Kuntschar - wohl auch nach einem Gespräche mit Bürgermeister Reinhard Schaake - die Anlage bis zum Beginn der nächsten Heizperiode, wie er sagte, stillgelegt hat. Die noch ausstehenden Messreihen sollen dann im Herbst fortgesetzt „und die Zielvorgaben“ des RP umgesetzt werden.

Das Stadtparlament hat nun die Satzung verabschiedet, seit Anfang dieser Woche ist der Bebauungsplan rechtskräftig.

Auf ihre Baugenehmigung warten Früchtenicht und Sippel allerdings noch. Der Antrag liegt bei der Genehmigungsbehörde des Landkreises, laut Kreissprecher Harald Kühlborn sei man „kurz davor, ihn positiv zu bescheiden“. Er rechnet damit, dass es nächste Woche soweit sein wird.

Quelle: HNA

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