Grimmiges Festival: Klavier- und Gesangsschüler musizierten im Museum

Märchenhaftes Programm: Die Schüler von Roswitha Aulenkamp und Theodor Hoffmeyer gaben am Samstag ein Konzert in Ziegenhain. Foto: Rose

Ziegenhain. Zu einem Grimmigen Festival hatte die Casa Aulenkamp am Wochenende geladen: Drei Tage lang standen Workshops, Lesungen, Konzerte und Vorträge ganz im Zeichen der Grimmschen Märchen.

Am Samstag musizierte der Nachwuchs im Museum der Schwalm. Schüler von Pianistin Roswitha Aulenkamp und Opernsänger Theodor Hoffmeyer interpretierten Engelbert Humperdincks berühmte Märchenoper „Hänsel und Gretel“.

Die Kinder und Jugendlichen intonierten dabei nicht nur die wunderbare und eingängige Klavierfassung, Hoffmeyer hauchte der Geschichte mit seiner sonoren Stimme Spannung und Leben ein. Roswitha Aulenkamp erzählte aus der Vita des Komponisten: Humperdinck wurde 1854 in Siegburg geboren, er studierte an der königlichen Musikschule München. Schon als Student war Humperdinck überaus erfolgreich: Er gewann den Mozart- und den Mendelssohn-Preis. 1881 assistierte er Richard Wagner in Bayreuth. Der Musiker arbeitete als Lektor und lehrte am Hoch´schen Konservatorium in Frankfurt. 1893 wurde seine Oper „Hänsel und Gretel“ uraufgeführt - unter der Leitung von Richard Strauss. Einige Melodien wurden später zu wahren Volkslieder, etwa „Brüderchen, komm tanz mit mir“. Bestehende Weisen wie „Suse, liebe Suse“ oder „Ein Männlein steht im Walde“ griff Humperdinck kunstvoll auf und verflocht sie in sein Werk. Das Libretto schrieb seine Schwester Adelheid Wette nach der Vorlage aus den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm. Die Schüler beeindruckten mit Interpretationen am Klavier, einige sangen und schauspielerten. Dazu gab es die jeweils passenden Märchenbilder in Form von Zeichnungen zu sehen. (zsr)

Quelle: HNA

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