Synode: Kirchenkreis Ziegenhain kann nicht mehr alle Gemeindhäuser unterhalten

Häuser auf dem Prüfstand

Eines der problematischen Gemeindehäuser: Das Gebäude in Ziegenhain sei zwar gut genutzt, aber sanierungsbedürftig und zu groß. Foto: Lache-Elsen

Schwalm. In den Kirchengemeinden des Kirchenkreises Ziegenhain wird es Veränderungen geben - die Umnutzung, Kooperationen, Rückbau und auch die Aufgabe von Gemeindehäusern.

Im Gebiet des Kirchkreises gibt es 36 Gemeindehäuser, deren Flächen sich auf etwa 8000 Quadratmeter summieren. Entsprechend neuer Richtgrößen der Landeskirche soll es in Zukunft aber nur Geld für die Unterhaltung von 5000 Quadratmeter Fläche in den Gemeindehäusern geben. Das war Thema der Kreissynode des Kirchenkreises Ziegenhain, die am Samstag in Berfa tagte.

Einer Kirchengemeinde mit 1700 Mitgliedern stehen 200 Quadratmeter Gemeindehausfläche zur Verfügung. Das ist ein landesweiter Richtwert, erklärte Christian Wachter, Dekan des Kirchenkreises Ziegenhain im Gespräch mit der HNA am Montag.

Größen der Gemeindehäuser wurden erfasst und qualitativ bewertet. Der durchschnittliche Zustand der Gemeindehäuser liegt bei vier minus, würde man sich an Schulnoten orientieren, erklärte Pfarrer Dierk Glitzenhirn, seit Kurzem zuständig für Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Ziegenhain. „Aufgrund der Diagnose wurde maßvoll diskutiert“, sagte er. Eine sechsköpfige interne Kommission habe einen Zwischenbericht abgegeben über den Bestand und problematische Gemeindehäuser, die zu groß, in einem schlechten Zustand seien oder nur wenig genutzt würden. Präses Herbert Guntermann und der stellvertretende Dekan, Pfarrer Dieter Schindemann, präsentierten in der Synode einen Zwischenbericht - eine Diskussionsgrundlage für die Kirchengemeinden. In der nächsten Sitzung im Herbst soll die Kommission einen Gemeindehausbedarfsplan vorlegen, welche Gemeindehäuser in Zukunft mit Geld des Kirchenkreises finanziert und unterhalten werden sollen. Im Haushalt des Kirchenkreises sind 120 000 Euro für den Unterhalt von Gemeindehäusern eingestellt. „Das Geld darf aber in Zukunft nur für die Gemeindehäuser ausgegeben werden, die in dem Plan stehen“, sagte Dekan Wachter. „Wir hoffen, dass aus den Gemeinden kreative Ideen kommen“, sagte er. Dieser Einschnitt soll in Kirchengemeinden auch zum Nachdenken anregen. Geschuldet ist diese Maßnahme dem Konsolidierungsplan der Gemeindefinanzen, die eine Reduzierung des Gebäudebestandes vorsieht. Jährlich müsste der Haushalt um fünf Prozent reduziert werden.

Von Alexandra Lache-Elsen

Quelle: HNA

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