Seit 60 Jahren ein Paar

Karl und Helga Oeste feiern in Elbenberg ihre Diamantene Hochzeit

+
Eheglück im Edelsteinglanz: Karl und Helga Oeste können heute in Elbenberg nach einer erfüllten 60-jährigen Ehe das Fest der Diamantenen Hochzeit feiern.

Elbenberg. Der 15. Juli 1956 war ein wunderschöner, aber auch sehr anstrengender Tag für Karl und Helga Oeste, geborene Pleßmann - heute erinnern sie sich gerne zurück.

Sie schlossen vor dem Standesbeamten der damals noch eigenständigen Gemeinde Elberberg den Bund der Ehe und erhielten am gleichen Tag am Altar der Dorfkirche Sankt Martin auch den kirchlichen Segen für ihren gemeinsamen Lebensweg. Heute sind die beiden 60 Jahre lang verheiratet und können das Fest der Diamantenen Hochzeit feiern. Zu den ersten Gratulanten gehören sicherlich die Familien ihrer beiden Kinder.

Karl Oeste wurde am 2. März 1935 in Altenstädt geboren. Nach der Schule erlernte er in einem Wolfhager Handwerksbetrieb den Beruf des Klempners und Installateurs. Anschließend arbeitete er in zwei Kasseler Firmen und wechselte 1960 in das Baunataler VW-Werk. Dort stand er 31 Jahre lang bis zum Eintritt in den Vorruhestand auf der Lohnliste. Zudem unterstützte er seine Eltern in deren Betrieben. Nach der Hochzeit bewirtschaftete Karl Oeste im Nebenerwerb auch den bäuerlichen Hof der Eltern seiner Frau, auf dem die beiden gemeinsam lebten. Als Karl Oeste 1991 in Rente ging, entschloss sich das Ehepaar nicht weit entfernt vom bisherigen Wohnort ein neues Haus zu bauen. In diesem leben sie noch heute.

Die Leidenschaft des Jubilars war und ist der Schießsport. Zusammen mit Gleichgesinnten gründete Karl Oeste den Elbenberger Schützenverein. Diesen leitete er 25 Jahre lang als Vorsitzender. Wie viele Meisterschaften auf Kreis- und Gauebene er als Sportschütze errang, kann er nicht sagen, „es sind aber jede Menge.“ Als passives Mitglied steht sein Name in allen Elbenberger und auch Altenstädter Vereinen in den Beitragsbüchern.

Helga Oeste erblickte am 10. September 1933 in Elberberg das Licht der Welt. Nach dem Schulende half sie auf dem elterlichen Hof und im damaligen Evangelischen Mütterheim vor Ort.

Romanze beim Karneval

Zum ersten Mal begegnet sind sich die beiden bei der Hochzeit von Karls Cousin, der ein Nachbar der Familie Pleßmann war. Die zweite Begegnung war allerdings entscheidender. Die fand beim Karneval in der alten Naumburger Stadthalle im Burghain statt. Helga feierte dort mit ihrer Mädchenclique, Karl war mit seiner Männerrunde angereist. Es blieb nicht bei einem gemeinsamen Tanz zu lautstarken Hahl Dunne rufen.

Bis heute nichts bereut

Doch, so die beiden heute lächelnd im Rückblick: „So richtig gefunkt hat es dann aber erst ein Jahr später bei einem karnevalistischen Kappenball in der Elbenberger Dorfgaststätte.“ Ihren da gefassten Beschluss, gemeinsam die Zukunft zu meistern, haben Karl und Helga Oeste bis heute nicht bereut.

Quelle: HNA

Mehr zum Thema

Kommentare