500 Zuschauer

Hairspray als Höhepunkt: Musicalabend an der Totenkirche

Bewegte Bilder und bunte Bänder: Die Gruppe „Top Corner“ des Schwalmgymnasiums zeigte modernen Tanz.

Treysa. Ausschnitte bekannter Musicals waren am Freitagabend zum achten Mal am Fuße der Treysaer Totenkirche zu hören: Musicaldarstellerin Karin George, ihre Schüler und Gäste bebilderten ein fast dreistündiges Programm vor berauschend schöner Kulisse.

Als sich schließlich die Dämmerung über die Ruine senkte, verwandelte sich das Gemäuer dank aufwendiger Lichttechnik in einen wahrhaft mystischen Ort. Und bot damit den Akteuren einen perfekten Hintergrund. 500 Zuschauer ließen sich mitnehmen auf die Reise in die Welt der Musicals.

Musicalabend an der Totenkirche Treysa

Veranstalter waren wie schon in den Jahren zuvor die Stadt Schwalmstadt und die VR-Bank, als Moderator warf Udo Lohr - vielen aus dem Treeser Karneval bekannt - seine Karten in den Ring. Kurzweilig und locker leitete er durch den Abend und garnierte die Informationen zu den Musicals mit spitzzüngigen und ironischen Sprüchen. Eröffnet wurde die klangvolle Show von populären Songs des Abba-Musicals „Mamma Mia“. Besonders Ensemble-Nummern wie „Ring, Ring“ kamen beim Publikum schnell an, das gut gelaunt mitwippte und schnippte.

Auf Zeitreise ging es im zweiten Block. Otmar Heidenreich schlüpfte in die Rolle des „Old man river“ - seine sonore Stimme kam dabei wunderbar zur Geltung. Nicht nur stimmlich, auch tänzerisch gab es einiges zu sehen: Die Gruppe „Top Corner“ des Schwalmgymnasiums formte aus moderner Choreografie und bunten Bändern bewegte Bilder. Gaststar Milena Buck interpretierte allein mit ihrer Stimme und ihrer Gitarre „To close“ von Alex Clare. Danny Ziegert hauchte dem Publikum mit gewaltigem Stimmvolumen und dem Titel „Für Sarah“ aus „Tanz der Vampire“ einen wohligen Schauer über den Rücken.

In stimmlich bahnbrechenden Höhen bewegte sich scheinbar mühelos Countertenor Oswald Musielski - und das Publikum lauschte verzückt. In einem Duett mit Karin George verschmolzen Sopran und Countertenor in Perfektion. Höhepunkt des Abends waren Ausschnitte des Musicals „Hairspray“: Melanie Ströhler bewies eindrucksvoll ihr humoristisches Talent, dazu sah das Publikum pfiffig choreografierte Tanzszenen. Davon waren die Gäste so begeistert, dass sie sich am Ende Zugaben erklatschten und tosenden Applaus spendeten. (zsr)

Quelle: HNA

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