Das ist ein halber Erfolg

313 Protest-Unterschriften übergab Marga Fischer an die Kreissparkasse

Sammelten Unterschriften: Von links Hella Vollmer und Marga Fischer überreichten ihre Liste an Michael Sack von der Kreissparkasse in Homberg. Foto: Yüce

Homberg. Es ist ein Teilerfolg, den Marga Fischer erreicht hat: In der Filiale der Kreissparkasse im Herkules-Markt im Homberger Osterbach gibt es jetzt einen Automaten, der das Überweisen erleichtert.

Erreichen wollte Fischer etwas anderes. In den vergangenen Wochen machte sie sich dafür stark, dass diese Filiale der Kreissparkasse wieder mit Mitarbeitern des Kreditinstitutes besetzt wird - zumindest an einigen Tagen in der Woche. 313 Unterschriften hatte sie dafür gesammel. Diese übergab sie jetzt an den Marktleiter der Kreissparkasse, Michael Sack.

„Mein Ziel werde ich nicht erreichen. Das finde ich bedauerlich“, sagte sie am Donnerstagmorgen zu Sack. Der nickte ihr zu und nahm die Unterschriftenliste entgegen.

Falsch sei die Behauptung, dass die Zweigstele geschlossen wurde, betont Sack. Das stehe aber auf der Liste, die von den 313 Personen unterschrieben wurde. „Der einzige Unterschied ist, dass unser Personal nicht mehr dort ist. Wir sind im Osterbach mit Selbstbedienungsautomaten vertreten. Wir haben auch auf die Kritik reagiert und unsere Technik verändert“, betont Sack. Deshalb habe man den neuen Automaten aufgestellt, der Überweisungsbelege scannen könne.

Er akzeptiere die Argumente von Marga Fischer, doch werde sich am Abzug der Mitarbeiter nichts ändern. „Sie sind jetzt in unserer Niederlassung an der Drehscheibe erreichbar und beraten dort auch Kunden aus dem Osterbach.“ Das sei nötig geworden, weil der Beratungsaufwand gestiegen sei.

Gut erreichbar 

Gerade die Niederlassung an der Drehscheibe sei für Menschen mit Einschränkungen gut zu erreichen. „Wir haben Behindertenparkplätze und einen Fahrstuhl“, erklärte er. Außerdem habe keine weitere Bank zwei Anlaufstellen in Homberg. Zudem habe die Kreissparkasse fünf Geldautomaten in der Stadt und insgesamt 40 Geschäftsstellen im Landkreis.

Im Osterbach betreue man selbstverständlich auch die Automaten weiter und stelle auch die benötigten Belege bereit. „Ich kann aber nicht garantieren, dass sie immer und zu jeder Zeit dort ausliegen. Sie sind schließlich frei zugänglich.“ Er wolle sich aber verstärkt dafür einsetzen, so Sack.

Trotz dieser Zusagen, fand Marga Fischer es bedauerlich, dass keine andere Lösung für die Filiale im Osterbach gefunden wurde. „Ich habe dafür gekämpft“, sagt sie. Aber immerhin sei es ein Teilerfolg.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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