Nach 34 Betriebsjahren noch in befriedigendem Zustand – Neues Konzept gesucht

Hallenbad soll erhalten werden

Das Hallenbad im Niedensteiner Haus des Gastes: Schon vor über zwei Jahren war die Zukunft der Einrichtung viel diskutiertes Thema (von links Bürgermeister Werner Lange, Schwimmmeister Ulrich Bachmann, Harald Kranz vom Förderverein). Jetzt soll ein Sanierungskonzept erstellt werden. Archivfoto: Dewert

Niedenstein. Das Hallen-Bewegungsbad im Niedensteiner Haus des Gastes kostet die Stadt jedes Jahr etwa 180 000 Euro an Zuschuss. Das ist für die finanzschwache Kommune viel Geld, und deshalb ist die Zukunft des 1979 eingeweihten Bades immer wieder ein Thema.

In der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend waren sich die Parlamentarier jedoch einig, dass man das Bad erhalten wolle und müsse. Ein ausführlicher Bericht über den Zustand lag den Stadtverordneten vor. Darin werden die technische Situation, die Nutzung und die Finanzen aufgelistet.

Einstimmig beauftragten alle Fraktionen den zuständigen Ausschuss des Parlaments sowie den Magistrat, in den kommenden Monaten • ein Sanierungskonzept zu erstellen, • über ein alternatives Betreiberkonzept nachzudenken, • die Nutzungspreise zu überprüfen und anzupassen.

„Wir sind stolz auf unsere Mitarbeiter, sie haben es geschafft, das Bad in diesem guten Zustand zu erhalten, auch nach 34 Jahren“, sagte Bürgerrmeister Werner Lange. Es sollte weitere sieben bis zehn Jahre weiterzubetreiben sein, meinte er. Jetzt könne man ohne Zeitdruck und in Ruhe planen. Größere Investitionen, zum Beispiel im Saunabereich, seien erst nach einer Haushaltskonsolidierung der Stadt möglich.

Es gehe darum, Kosten zu senken, betonte Heike Eubel (FWG). Sie nannte das Genossenschaftsmodell des Bades in Nörten-Hardenberg als gutes Beispiel: Man solle prüfen, ob das auch in Niedenstein möglich sei. Das Bad sei enorm wichtig für die Stadt: Bis zu 25 000 Besucher kämen im Jahr.

Man habe schon viel erreicht in den vergangenen Jahren, sagte Harald Kranz (SPD), der Vorsitzender des Fördervereins ist. Das unterstrich auch Dr. Bettina Hoffmann (Grüne): Niedenstein sei schon neue Wege gegangen, das habe sich positiv ausgewirkt. Sie betonte, dass das Hallenbad für die Kinder in Niedenstein unverzichtbar sei. Sie sei sehr froh darüber, dass die Stadtverordneten jetzt einmütig den Erhalt unterstützten.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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