Halt in Wolfhagen: Schornsteinfeger machen Fahrradtour für guten Zweck

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Rast am Märchenbrunnen: Um krebskranken Kindern zu helfen, fahren jedes Jahr Schornsteinfeger durch Deutschland, um Spenden zu sammeln, die sie anschließend Hilfsorganisationen übergeben. Am Freitag machten sie in Wolfhagen Halt.

Wolfhagen. 30 Schornsteinfeger haben mit ihren Rennrädern am Freitag am Wolfhager Rathaus Halt gemacht. Dass die Männer und Frauen bei wolkenlosem Himmel und Temperaturen über 30 Grad Celsius unterwegs unterwegs waren, hatte einen besonderen Grund.

Denn gemeinsam haben sie nun zum zehnten Mal teilgenommen an der sogenannten Glückstour, bei der sie mehr als tausend Kilometer zurücklegen. Dabei sammeln die Radler Geld, das sie anschließend Organisationen spenden, die sich für krebskranke Kinder und deren Angehörige einsetzen. Auf ihrer Tour, die sie von Iserlohn über Wolfhagen, Kassel und Weimar letztlich nach Dresden führt, haben sie bisher an 20 Hilfs-Institutionen jeweils 4300 Euro übergeben. Insgesamt werden es am Ende 146 000 gespendete Euro sein.

Auch die Raiffeisenbank in Wolfhagen hat den Radlern Geld überreicht. Wie viel, das wollte Stefan Zimmermann, Firmenkundenberater bei der Raiffeisenbank, nicht sagen. „Wir wollten das bewusst nicht öffentlich machen, hier steht nur das Wohl der Kinder im Vordergrund“. „Es ist eine unterstützenswerte Aktion“, sagt er. Eine Kollegin habe ihn auf die Tour angesprochen, weil auch Friederich Wesche, Schornsteinfegermeister aus Wolfhagen dort mitfährt.

Wesche, der sich mit seinen Mitradlern in der Alten Wache und am Märchenbrunnen erfrischte, sagte: „Krebs ist eine schreckliche Krankheit, aber wir dürfen uns deshalb erst recht nicht wegdrehen, sondern müssen helfen“.

Erfrischung für Radler: Schornsteinfeger Maic Wetzel taucht seine Handschule in das kühle Wasser des Märchenbrunnens.

Organisiert hat die Tour der Verein Schornsteinfeger helfen krebskranken Kindern. Auf der Internetseite der Aktion ist zu lesen, dass die Glückstour mit fast 1.25 Millionen Euro gesammelter Spenden für krebskranke Kinder zu den größten privaten Hilfsaktionen in Deutschland gehört. Voraussetzung für die Teilnahme an der Tour ist nicht nur körperliche Fitness, sondern auch ein Startgeld von 500 Euro, das jeder Fahrer bezahlt, wenn er an den Start geht. Auch die eigene Unterkunft und Verpflegung übernimmt jeder Fahrer selbst. Oft übernehmen aber auch Firmen und Innungen Essen und Unterkunft für die Helfer.

Quelle: HNA

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