Margarete und Heinrich Hartmann sind seit 65 Jahren miteinander verheiratet

Sie halten eisern zusammen

Halten immer zusammen: Seit 65 Jahren sind Margarete und Heinrich Hartmann aus Gensungen verheiratet. Foto:  M. Berger

Gensungen. Zwei wie Pech und Schwefel. So kann man Margarete und Heinrich Hartmann beschreiben. Das Ehepaar aus Gensungen feiert heute Eiserne Hochzeit, das heißt: Die Hartmanns sind seit 65 Jahren verheiratet.

„Wir haben viel zusammen erlebt“, erzählt Heinrich Hartmann, der aus Dörnberg kam und bereits als Einjähriger seine Mutter verlor. Bereits mit 14 Jahren musste Heinrich Hartmann eine Ausbildung zum Feinmechaniker machen.

Verliebt in die Stiefschwester

Nur vier Jahre später heiratete sein Vater zum zweiten Mal: eine Frau aus Gensungen. „Und da war es um mich geschehen“, erinnert sich der heute 87-Jährige. Denn da lernte er seine Stiefschwester Margarete kennen und innerhalb kurzer Zeit lieben.

„Wir gehören einfach zusammen, wir sind im Grunde wie eine einzige Person.“

Heinrich Hartmann

„Von diesem Zeitpunkt an waren wir unzertrennlich“, sagt Margarete Hartmann, die sich als Krankenschwester in verschiedenen Lazaretten und ab 1945 beim Arzt in Gensungen verdingte.

Ihr Heinrich legte inzwischen sein Ingenieurdiplom im Fach Maschinenbau ab, „und zwar als reiner Autodidakt“, wie er betont.

Am 20. April 1946 gaben sie sich das Jawort. „Sieben Jahre später kam unsere Tochter Regina zur Welt“, sagt Margarete Hartmann. „Heute sind wir stolz auf zwei Enkel und zwei Urenkel.“

Wegen gesundheitlicher Probleme wurde Heinrich 1959 in den vorzeitigen Ruhestand versetzt. „aber das war mir eindeutig viel zu früh“, erzählt der 87-Jährige. Deshalb habe er von 1965 bis 1983 das Lager eines Felsberger Autohauses aufgebaut. Und war mit dieser Aufgabe glücklich.

„Vor allem, weil ich mir der Liebe meiner Frau immer bewusst gewesen bin“, sagt Heinrich Hartmann. „Was soll einem da noch passieren?“ Die Liebe habe im gemeinsamen Leben immer eine entscheidende Schrittmacherfunktion gehabt, sagt Margarete Hartmann. Und ihr Mann ergänzt: „Wir gehören einfach zusammen, wir sind im Grunde wie eine einzige Person.“

Genau das feiern die Hartmanns heute im Kreise ihrer Familie und Freunde. An ihrem ganz eigenen Ehrentag.

„Und wenn wir jetzt noch ein bisschen durchhalten, dann erleben wir unsere Gnadenhochzeit auch noch“, sagt der 87-jährige Heinrich Hartmann.

Das wäre in fünf Jahren: „Wir freuen uns jedenfalls darauf.“ (zbg)

Von Markus Berger

Quelle: HNA

Kommentare