Ein Spiel und lauter Sieger

Handballerinnen unterstützen erkrankte Elena Jahn

Vor ihrer Krankheit: Elena Jahn aus Bergheim.

Fritzlar. Der Endstand des Spiels zwischen dem Handball-Drittligisten SV Germania Fritzlar und dem Bundesligisten HSG Bad Wildungen war deutlich. Und doch gab es nur Gewinner.

17:37 stand es am Ende. Doch es war nicht nur ein Testspiel für die Handballerinnen, es war ein Benefizspiel.

550 Fans kamen in die Sporthalle der König-Heinrich-Schule in Fritzlar, um Elena Jahn bei ihrem Kampf zurück ins Leben zu unterstützen.

Die 22-Jährige aus Bergheim (Edertal) erlitt nach einem Langstreckenflug eine Thrombose, die eine Lungenembolie verursachte (wir berichteten). Seither ist in dem Leben der jungen Frau und ihrer Familie nichts mehr, wie es einmal war. „Elenas Schicksal hat viele Menschen berührt“, sagt ihre Mutter Silke Schäfer-Jahn im HNA-Gespräch.

Helfen wollte auch Wolfgang Ziegler, 2. Vorsitzender vom SV Germania. Kurzerhand organisierte er ein Benefiz-Spiel gegen die Bad Wildunger Vipers. Das fand am Dienstag in Fritzlar statt. „Es ist ein Benefiz-Superspiel“, sagte Ziegler in seiner kurzen Ansprache vor dem Anpfiff, und er sollte Recht behalten. Denn auch wenn die Fritzlarer nie eine wirkliche Chance hatten, die Stimmung in der Halle war trotzdem super. „Man kann sich vor dem Publikum nur verneigen“, sagte Wolfgang Ziegler. Denn jeder der 550 Besucher unterstütze Elena und die Lebenshilfe Waldeck-Frankenberg. An die Lebenshilfe geht die Spende der Handballerinnen aus Bad Wildungen. „Wir hoffen, mit unserem Spiel Elena Mut zu geben und dass wir sie bei ihrer Rehabilitation unterstützen“, sagte Tessa Bremmer, Trainerin der Vipers. Und weil es kein Einzelschicksal sei, wolle man die Lebenshilfe ebenfalls fördern. Dafür gab es jede Menge Applaus vom Publikum.

Spruchbänder verkauft 

In der Pause verkauften ehemalige Klassenkameraden von Elena bestickte Armbänder mit dem Spruch „Elena - Zurück ins Leben“. „Es ist wunderbar, wie uns auch ihre Schulfreunde unterstützen“, sagt Silke Schäfer-Jahn. Vor allem Elenas beste Freundin, Theresa Bitter, habe sich kräftig ins Zeug gelegt.

Doch längst nicht nur sie: Bei einem Weihnachtsmarkt in Edertal wurden gestrickte Mützen und Socken zugunsten von Elena verkauft, im Kleeblatt-Bioladen in Bad Wildungen läuft die Spendenaktion ebenfalls, und unter anderem will der Landfrauenverein Wehren die Familie mit einer Spende unterstützen. „Die Mutter leistet enorm viel für ihre Tochter. Wenn unsere kleine Spende dabei hilft, den Autotank zu füllen, dann freuen wir uns darüber“, sagt Jasmin Lingemann von den Landfrauen.

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Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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