Menschen gehen für Rechte auf die Straße – Für was würden Homberger streiken?

Für Harmonie, gegen Streit

Matthias Disser

Homberg. Keine Busse und Bahnen, keine Müllabfuhr, keine Behördengänge: In vielen Teilen des Landes wurde auch gestern wieder gestreikt. Wir haben uns in Homberg umgehört und gefragt, wofür die Menschen dort auf die Straße gehen würden.

Angelika Franz (68 Jahre) aus Homberg: „Ich bin gegen Tier-und Kindesmisshandlungen und würde dafür auch auf die Straße gehen. Streik ist für mich keine Frage des Alters. “

Der Meinung, dass Tiere geschützt werden müssen, ist auch Matthias Disser (47) aus Hülsa. Er würde jedoch nicht für weniger Arbeit streiken. „Ich würde für weniger Streit zwischen den Menschen streiken, es sollte Harmonie untereinander herrschen. Außerdem müsste man sich viel mehr für den Tier- und Umweltschutz und die soziale Gerechtigkeit auf der Welt einsetzen.“

Hartmut Bick-Wagner (33) aus Singlis ist der gleichen Ansicht, auch er würde sich für den Umweltschutz einsetzen. „Ich würde mich außerdem dafür stark machen, dass mehr Geld in die Bildung investiert wird“, betont Bick-Wagner.

Kein Interesse an einem Streik und daran, auf die Straße zu gehen, hat dagegen Silvia Peterson (54) aus Kassel. „Aus der Erfahrung weiß ich, dass es besser ist, nicht an Streiks teilzunehmen und sich neutral zu verhalten. So sehe ich das in allen Bereichen, ich mag nämlich keine Gruppenaufläufe.“

In größerem Maße für die Rechte aller Menschen einsetzen möchte sich Manfred Burg (57) aus Homberg: „Ich habe jahrelang in einer Klinik gearbeitet, dort wurde öfters gestreikt. Ich würde mich nur noch an einem Streik für Menschenrechte beteiligen“, betont er.

„Ich bin im Moment rundum zufrieden“, sagte Liselotte Schreiber (67) aus Homberg. „Ich würde nur nochmal auf die Straße gehen, wenn es zu Krieg käme, aber das ist glücklicherweise ja eher unwahrscheinlich.“

Ingo Hofmeier (31) aus Homberg kann sich im Moment über nichts in seinem Leben beschweren. „Mir fällt nichts ein, wofür ich auf die Straße gehen würde, um zu streiken, ich bin nämlich wunschlos glücklich.“ (lin)

Von Jara Schönhut und Jule Achternbosch

Quelle: HNA

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