Die Global Voices begeisterten mit Gesang und Tanz in der Fritzlarer Stadtkirche

Ein Hauch von Afrika

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Fritzlar. Mit einer Nachhilfestunde in Sachen Lebensfreude trommelten, tanzten und sangen sich die Mitglieder des Projekts „Global-Voices“ am Donnerstagabend in die Herzen der Zuschauer in der Fritzlarer Stadtkirche.

19 junge Menschen aus Nepal, Ruanda, Burundi und Uganda präsentierten in der voll besetzten Kirche ein ganz besonderes Konzert: Voller Vitalität präsentieren die Künstler Songs mit Botschaften aus ihrer Heimat Afrika. Die jungen Musiker sind alle Halb- oder Vollwaisen und werden von Global-Care unterstützt.

Reinhard Berle und Beate Tohme´ von Global-Care führten durch das Programm. Zwischen den einzelnen Vorträgen stellten sie immer wieder einzelne Mitglieder und deren Lebensgeschichten vor. Trotz aller Schwere ihrer Erzählungen kommen sie derart positiv und optimistisch daher, was die Besucher beeindruckt, wo immer „Global-Voices“ auf der Bühne steht.

Menschen eine Stimme geben

Das Motto des Projekts, nämlich den Menschen in den Entwicklungsländern eine Stimme zu geben, scheint aufzugehen. Die Ensemblemitglieder nutzen immer wieder die Gelegenheit, von ihrem Alltag in Afrika zu berichten, wie beispielsweise AIDS ganze Familien auslöscht, wie sie für Schulbildung kämpfen oder wie eine Wasserpumpe das Leben eines ganzen Dorfes bereichert.

Global Voices in der Fritzlarer Stadtkirche

Schon beim Betreten des Kirchenschiffes in der Stadtkirche, verspürten die Zuhörer, welche Kraft die Musiker besitzen. Mit Liedern und Tänzen ihrer Heimat, in den landestypischen Trachten vorgetragen, zogen sie die Zuhörer sofort in ihren Bann. Beeindruckend das Duett der Nepalesinnen Lachhu und Yerusha zum Lied „You are holy“.

Ganz im afrikanischen Stil

Mit „Mate-Mate“ einem traditionsreichen Tanz des Sherpa-Stammes – die als Bergführer im Himalaya leben und arbeiten – zeigten sie auf den Stufen des Altarraumes, mit anmutigen Bewegungen und Taktgefühl, welches musikalisches und tänzerische Talent in ihnen steckt.

Höhepunkt des Auftritts war das im afrikanischen Stil dargebotene „Großer Gott wir loben Dich“. So viel Temperament konnten sich die nordhessischen Zuhörer nicht verschließen: Sie schnippen mit den Fingern und tippen im Takt mit den Füßen, bis schließlich die Rhythmen durch und durch gingen.

Juliet Nanyonjo beschloss den Abend mit „Enjala egudemu Africa“ einem Lied über den Hunger der in Afrika herrscht. Sie holte die Zuhörer vor den Altar, um dort gemeinsam mit ihnen zu tanzen.

Bewegender Abend

Es war ein bewegender Abend, den die Global Voices ihren Zuhörern boten und zugleich verliehen sie ihrem Anliegen mehr als nur eine, beeindruckende Stimme.

Quelle: HNA

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