Hauptsache, er ist rund

Kanaldeckel: Kommunen setzen auf Funktionalität

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Kreisteil Melsungen. Kanaldeckel gibt es in ungezählten Varianten. Reiche Großstädte lassen in ihre Deckel schon mal ihr Wappen prägen. In Asien gibt es vielerorts bunt gestaltete Schachtabdeckungen.

All das kommt für die sieben Städte und Gemeinden im Kreisteil Melsungen nicht infrage: In den Rathäusern setzt man wenig auf Design und viel auf Funktionalität.

Guxhagen erlaubt sich bei den Deckeln keine Extravaganzen, heißt es im Rathaus. Wie die übrigen Städte und Gemeinden im Kreisteil setzt die Fuldagemeinde auf den günstigsten Standard. In der Regel ist das der Klassiker: Ein Deckel mit Betoneinsatz.

Beliebt: Morschen setzt auf den leicht aufhebelbaren Kanaldeckel Viatop.

Der kann schon mal wie in Körle – an der Ecke Kasseler Straße / Zum Rot – individuell gestaltet sein. Dort ist ein Schachtdeckel mit Pflastersteinen ausgekleidet. Grundsätzlich aber setzt die Gemeinde bei ihren rund 750 Kanaldeckeln auf Qualität: Die Deckel müssen vernünftig sitzen und dürfen nicht klappern, heißt es im Bauamt.

Und warum ist der Deckel rund? Andere Formen könnten in den Schacht fallen, heißt es dazu im Spangenberger Rathaus. Überhaupt betonen Verantwortliche in den Rathäusern Morschen und Felsberg die verschiedenen Qualitäten der Deckel: Einige sind mit einem Haken leicht aufzuhebeln, einige haben Löcher zum Entlüften des Kanals und wieder andere halten Lasten bis zu 40 Tonnen aus.

Mit Pflastersteinen ausgekleidet: Kanaldeckel in Körle an der Ecke Kasseler Straße / Zum Rot mit Blick auf die Kirche.

Mitunter verändert sich das Design. Malsfeld etwa lässt klappernde Deckel durch neue Schachtköpfe erneuern. Die beauftragte Firma prägt dabei ihr Logo in den Deckel – also das, was sich die Kommunen nicht leisten wollen, wenngleich wie in der Melsunger Innenstadt auch ein bisschen auf Design geachtet wird: Dort blicken Fußgänger nur auf Serien-Gussdeckel.

Quelle: HNA

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