Neuer Stammtisch offen für alle, die sich mit Wärme, Strom und Sanierung befassen

Das Haus als Energiequelle

Felsberg. Neue Heizung, neue Fenster, Fassadendämmung, Solaranlage – es gibt viele Möglichkeiten, sein Geld fürs Eigenheim auszugeben. Aber was ist sinnvoll und welche Variante? Wer berät neutral, wer hat einschlägige Erfahrungen? Dafür gibt es nicht nur die Energieberater sondern in Felsberg auch den Kommunalen Arbeitskreis Energie und auch einen Energie-Stammtisch. Speziell für die Heßlarer findet er am Dienstag, 19. Juni, ab 19 Uhr in der Gaststätte des Dorfgemeinschaftshauses statt.

Die anderen Stadtteile kommen nach und nach an die Reihe, sagt Felsbergs Energiebeauftragter Heiko Fenzl. Grundlage für die Gespräche vor Ort sind die Pläne der Fraunhofer Institute. Dort sind die Häuser entsprechend ihren Baujahren gekennzeichnet. Das sei für die politische Arbeit in den nächsten 20 bis 30 Jahren wichtig, sagt Inge Pröve, Vorsitzende des kommunalen Arbeitskreises Energie.

Ziel des Stammtisches sei es, „die Leute zu motivieren, etwas für ihre Häuser zu tun“, sagt Pröve, „und sofern möglich zu renovieren.“ Ziel ist es aber auch, in den nächsten Jahrzehnten den Ausstoß an CO2 zu reduzieren.

Zu den Stammtischen, zu denen auch Referenten eingeladen werden sollen, sollen alle kommen, die etwas wissen wollen, aber auch solche, die mit ihren Erfahrungen helfen können. Bei den Treffen werde erklärt, was die Eigentümer machen können – auch, wie man beispielsweise ein Fachwerkhaus dämmen kann. Dafür könne man einen neutralen Spezialisten zum Stammtisch einladen.

Wichtig sei, den Hauseigentümern zu verdeutlichen: „Auch Kleinigkeiten bringen etwas“, betont Heiko Fenzl. „Das zieht andere dann mit“, ist er sich sicher. Und so sollen auch die Ortsbeiräte eingebunden werden. Je mehr Menschen als Multiplikatoren dienen, umso besser. Schließlich solle die Energiewende von unten kommen.

„Auch Kleinigkeiten bringen etwas.“

Heiko Fenzl, Energiebeauftragter

Neben den Pluspunkten fürs Klima und – langfristig gerechnet – für den eigenen Geldbeutel sieht Bürgermeister Volker Steinmetz einen weiteren positiven Effekt: Aufträge fürs heimische Handwerk, was dann letztlich auch dem städtischen Haushalt zugute kommt. Artikel unten

Von Brigitte Müller-Neumann

Quelle: HNA

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