Kindertagesstätte im Wiegelsweg in Treysa ist nach neunmonatiger Bauzeit fertig

Ein Haus für die Jüngsten

Hier toben bald 24 Ein- bis Dreijährige: Noch ist Leiterin Margit Strehl-Enders, die zuvor stellvertretende Leiterin einer Kita in Stadtallendorf war, mit dem Einräumen beschäftigt. Fotos:  Rose

Treysa. Die Stadt Schwalmstadt bietet ein neues Haus für die Betreuung der Ein- bis Dreijährigen an: Im Wiegelsweg ist in neunmonatiger Bauzeit eine Kindertagesstätte entstanden. „Es hat genauso lang wie eine Schwangerschaft gedauert“, sagt Ute Helwig vom Bauamt. Aktuell ist das Team um Leiterin Margit Strehl-Enders mit dem Einräumen beschäftigt. Am Montag, 3. Februar, ist Eröffnung.

Im eingeschossigen Neubau können 24 Kinder, verteilt in zwei Gruppen, betreut werden. Die Krippe umfasst ein Ganztagsangebot. Sie öffnet von sieben bis 16.30 Uhr, freitags bis 15.30 Uhr. Das Konzept sieht vor, dass im Wiegelsweg ausschließlich Ein- bis Dreijährige betreut werden. Neben Strehl-Enders wurden weitere vier Erzieherinnen eingestellt. Auf 300 Quadratmetern können sich die Jüngsten spielerisch entfalten. Der Flur ist so konzipiert, dass er zum Spielen und Bewegen mitgenutzt werden kann.

Zwei Gruppenräume

Die Einrichtung wurde gut durchdacht, freut sich Strehl-Enders. So gibt es etwa im Flur einen Schrank mit Fächern. „Hier deponieren Eltern Windeln und Feuchttücher. Der Schrank lässt sich vom Bad aus – also von der anderen Seite aus – öffnen“, erklärt die Leiterin. Neben einem Büro, einer Küche und dem Zimmer für die Mitarbeiter ist der Gruppenraum Mittelpunkt der Kindertagesstätte. Er lässt sich mithilfe einer Schiebewand in zwei Räume aufteilen. Zu jedem Gruppenraum gehört ein Ruheraum, in dem die Kinder schlafen können. Für alle da ist ein geräumiges Badezimmer mit Wickelkommode, winzigen Waschbecken und einer Dusche. Auch in der Küche wurde an die Jüngsten gedacht: „Es gibt ein herausziehbares Podest, so dass wir mit den Kindern auch kochen oder werkeln können“, erläutert Strehl-Enders.

Podeste spielen auch bei der Einrichtung eine Rolle: Viele Teile sind flexibel, Stühle können – je nach Entwicklung des Kindes – mit und ohne Tischchen montiert werden. Alle Sitzmöbel haben einen speziellen Kippschutz. Was noch fehlt, ist die farbige Gestaltung der Wände. Auch der Außenbereich werde erst im Frühjahr fertig, sagt Ute Helwig. Hier soll ein Spielhügel entstehen, dazu wird es einen Sandkasten und Spielgeräte geben. Die Kosten für die Kita belaufen sich inklusive Einrichtung und Ausstattung auf 650 000 Euro. Für den Neubau habe sich die Stadt entschieden, weil sich kein Haus des Bestandes für eine Krippe geeignet hätte. Im Frühjahr beginne der Anbau am Kindergarten im Fünftenweg in Ziegenhain. Damit sei der Bedarf der Krippenplätze mittelfristig gedeckt.

„In der Kita gibt es einen strukturierten Tagesablauf“, sagt die Leiterin. Das Mittagessen werde von Hephata geliefert, das zuckerfreie Frühstück selbst eingekauft. Mit der Einrichtung Zwergenschatz seien ein reger Austausch und Besuche geplant, damit den Kindern der Wechsel dorthin leichter falle. • Tag der offenen Tür am Montag, 3. Februar, 14 bis 16.30 Uhr

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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