Teure Kanalsanierung größter Brocken im Investitionsprogramm

Morschen. Der Haushaltsplan 2014 der Gemeinde Morschen weist erneut ein Defizit von rund 981 000 Euro aus. Das gab Bürgermeister Herbert Wohlgemuth bei der Vorstellung des Haushaltsplans und des Investitionsprogramms für 2013 bis 2017 bekannt.

Immerhin hat sich das Defizit damit gegenüber dem Vorjahr um fast 199 000 Euro verringert.

4856 Euro Schulden pro Kopf

Es gab eine weitere gute Nachricht im Haushaltsbericht: So erhöhen sich die Erträge im Ergebnishaushalt gegenüber 2013 um rund 343 000 Euro auf 5,16 Millionen Euro. Dem stehen jedoch Aufwendungen von 5,55 Millionen Euro gegenüber obwohl der Gemeindevorstand bereits Ausgaben in Höhe von rund 750 000 Euro aus dem Erstentwurf der Verwaltung herausgestrichen habe, sagte Wohlgemuth.

Die Gemeinde muss ihre Einnahmen also weiter steigern. Zum 1. Januar 2014 werden deshalb die Hebesätze angehoben: für die Grundsteuer A und B jeweils von 300 auf 320 Prozent, für die Gewerbesteuer von 320 auf 380 Prozent. Damit liegt Morschen im Vergleich mit anderen Kommunen im Schwalm-Eder-Kreis im Mittelfeld.

Der Schuldenstand der Gemeinde Morschen wird voraussichtlich weiter ansteigen und Ende 2014 bei rund 4856 Euro pro Einwohner liegen.

Das Investitionsprogramm sieht für 2014 Investitionen in Höhe von knapp 1,3 Millionen Euro vor. Der mit Abstand größte Posten ist dabei die Kanalsanierung: Die Arbeiten für Wasser und Abwasser in der Paul-Frankfurth-Straße schlagen 2014 mit insgesamt 1,1 Millionen Euro zu Buche. Für die Dorferneuerung in Konnefeld sind 145 000 Euro im Investitionsprogramm für 2014 eingeplant.

Von Judith Féaux de Lacroix

Quelle: HNA

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