Versorgung ist aber nicht gefährdet

Havarie beim Wasserbeschaffungsverband Dörnberg

Arbeiten sich Rohr für Rohr zur 120 Meter tief im Brunnen sitzenden Pumpe vor: Thino Mackrodt (links) und Rainer Fischer. Fotos: Hoffmann

Habichtswald. Es war eine Fehlermeldung auf dem Handy des Habichtswalder Bereitschaftsdienstes, die Wassermeister Thorsten Hänes am Freitagmittag einen Strich durch dessen Wochenendplanungen gemacht hat.

Störung an der Pumpe im Wasserwerk des Wasserbeschaffungsverbands Dörnberg zwischen Ehlen und Martinhagen. Der Verband gehört zu gleichen Teilen den Kommunen Habichtswald und Ahnatal und versorgt die beiden Gemeinden mit Trinkwasser.

„Sofort sind zwei Kollegen zur Anlage geeilt, um die Situation vor Ort zu überprüfen, es hätte ja auch sein können, dass nur eine Sicherung defekt war“, sagt Hänes. Dem sei leider nicht so gewesen, die Aktivierung einer Notversorgung von der Zentrale am Dörnberger Pumpwerk aus war unumgänglich. Zunächst schien alles in Ordnung, am Samstagmorgen aber drohte die Situation zu kippen. Das Jonglieren mit verschiedenen Wasserressourcen sollte nicht genügen, sodass am Sonntag die Pumpe, die normalerweise Wasser zum Hochbehälter Weimar befördert, umgeklemmt werden musste. „Wir haben außerdem den Zweckverband Kommunale Dienste in Immenhausen um Unterstützung gebeten, die uns Wasser zum Hochbehälter Stauffenberg schickten, um die Versorgung für Heckershausen sicherzustellen.“

Schnell sei klar geworden: die Pumpe muss ausgetauscht werden. Seit Montagfrüh arbeiteten Hänes und seine Kollegen gemeinsam mit einer Expertenfirma unter Hochdruck am Austausch des Gerätes, das zunächst aus rund 120 Metern per Kran aus dem 200 Meter tiefen Brunnen nach oben befördert werden musste. Dafür galt es, 29 Rohre Stück für Stück auseinander zu schrauben, um an die defekte Maschine zu kommen.

„Nun müssen wir die Ersatzpumpe, die wir grundsätzlich vorrätig haben, einbauen, und wieder Rohr für Rohr im Brunnen versenken“, erklärt Hänes, der Montagmittag guter Dinge war, die Arbeiten bis zum Abend fertigstellen zu können. „Ein Elektriker muss sich dann noch um die Anschlüsse kümmern, bevor wir einen Testlauf starten und im Anschluss Wasserproben zur Untersuchung im Labor nehmen können.“ Das werde etwa zwei Tage dauern, bevor er grünes Licht für die Inbetriebnahme der neuen Pumpe geben könne. Eine ernstzunehmende Bedrohung hinsichtlich der wasserversorgung habe es nicht gegeben, weshalb bewusst auf eine Information verzichtet worden sei.

Quelle: HNA

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