Haydauer Filmtage: Preise gingen an "Im Rahmen" von Evgenia Gostrer

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Haben die Technik im Griff: Tobias Böhm und Till Benkel (von links) organisieren zusammen seit zehn Jahren die Haydauer Filmtage.

Altmorschen. Vorhang auf und Film ab hieß es am Donnerstag und Freitag bei den Haydauer Filmtagen in der Orangerie des Klosters Haydau. Beim kleinsten Filmfestival Nordhessens präsentierten Studenten aus der Filmklasse der Kunsthochschule Kassel unter dem Motto "kurz und ganz" 16 Beiträge.

Gezeigt wurden 2-D- sowie 3-D-Filme, Trickfilme, Spielfilme, Knet-Trickfilme, Musikvideos und virtuelle Realitäten. Tobias Böhm hatte die Filmtage gemeinsam mit vielen Helfern zum zehnten Mal für den Kulturring des Fördervereins Kloster Haydau organisiert.

Die gezeigten Filme sind im Laufe des vergangenen Jahres entstanden und waren vorwiegend Abschlussarbeiten, Erstlingswerke sowie Autobiografien. Der kürzeste Film dauerte eine, der längste 28 Minuten.

Wie schon in den vergangenen Jahren wurden ein Publikums- und ein Jurypreis vergeben. Beide Preise gingen an den Knet-Trickfilm "Im Rahmen" von Evgenia Gostrer.

Die Orangerie war am Donnerstag mit zahlreichen Fans des Kurzfilms gefüllt, darunter auch Johanna und Helmut Mutschler aus Malsfeld. "Wir finden die Filmtage einfach toll und sind von Anfang an dabei."

Die Themen der Filme waren recht unterschiedlich. So wird in "Opa ist der Größte" die enge Beziehung eines Enkels zu seinem Großvater mit Hilfe von kindlichen und naiven Zeichnungen dargestellt. Und Dickie Weber, aus dem gleichnamigen Film, will einfach nicht mehr Dickie Weber sein und würde alles dafür tun. Zum Abschluss wurde der von Publikum und Jury favorisierte Film "Im Rahmen" von Evgenia Gostrer gezeigt. Mit viel Hingabe verschmelzen in dem Knet-Trickfilm Gliedmaßen ineinander. Musikalisch untermalt und grandios umgesetzt. Die Filme waren mal farbig, mal in schwarz-weiß, herzlich, ergreifend, laut und bittersüß.

Anja und Olaf Seemann aus Idstein waren spontan zu den Filmtagen gekommen. Sie machten in Morschen Urlaub und wurden so auf die Veranstaltung aufmerksam.

"Wir sind positiv überrascht. Eine solche Art und Weise der Filmpräsentation haben wir nicht erwartet. Wir kannten Trickfilme aus dem Fernsehen, aber die hier sind total anders." Organisator Tobias Böhm war sehr zufrieden mit dem Verlauf. Sein Anspruch, gute Unterhaltung gepaart mit Inhalten zu bieten, war erfüllt.

Am Freitagabend waren dann die besten Filme aus zehn Jahren Haydauer Filmtage zu sehen und es stand die Preisverleihung auf dem Programm.

Quelle: HNA

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