Bisher 34 Unfälle

Heftige Kritik an der Baustelle auf der A7

Melsungen/Guxhagen. Polizei, Feuerwehr und der Schwalm-Eder-Kreis erheben schwere Vorwürfe gegen Hessen-Mobil: Die Baustellenführung auf der A7 zwischen Melsungen und Guxhagen sei extrem unfallträchtig und gefährlich.

Grund für die heftige Kritik ist die Serie von Unfällen, die sich in den vergangenen sieben Wochen rund um die Baustelle ereigneten. In dieser Zeit gab es dort 34 Unfälle, einen Toten, sechs Leichtverletzte und einen Sachschaden von 400.000 Euro.

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Das ist die Bilanz, die Helmut Stieglitz von der Autobahnpolizeistation Baunatalzieht. Diese Zahlen erstaunen ihn nicht: „Es ist genau das eingetroffen, was die Polizei und die Feuerwehr im Vorfeld prognostiziert haben“, sagt der Leiter der Baunataler Autobahnpolizei. „Die Verkehrsführung in der Baustelle ist völlig unsinnig: Sie provoziert Unfälle am laufenden Band.“

Die Verkehrsführung sieht so aus, dass Hessen Mobil in der fast sieben Kilometer langen Baustelle in Richtung Norden zwei, in Richtung Süden dagegen drei Fahrstreifen eingerichtet hat. Genau dagegen richtet sich die Kritik: Diese drei nach Süden führenden Streifen seien so schmal, dass es zwangsläufig zu vielen Unfällen kommen müsse. Zudem bleibe keinerlei Platz, damit die Rettungsdienste zum Unfallort durchkommen könnten. (bra)

Quelle: HNA

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