Zwei Pärchen im Streit

Heftiger Storchenkampf im Glockenborn: Horstbesetzer siegten

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Verteidigen ihr Nest: Die beiden Weißstörche, die vergangene Woche im Glockenborn gelandet sind, verteidigten ihr neues Zuhause am Wochenende gegen Neuankömmlinge.

Bründersen. Was die Naturschützer befürchtet hatten, ist am Wochenende eingetroffen. Nachdem ein Storchenpaar vor ein paar Tagen den künstlichen Horst im Bründerser Glockenborn bezogen hatte, traf am vergangenen Wochenende Paar Nummer zwei ein.

„Es kam zu heftigen Horstkämpfen“, berichtet Stephan Schmidt vom Umweltmanagement. Im vergangenen Jahr hatte erstmals ein Paar, ein Storch kam laut Ringnummer aus Sachsen, den frisch renovierten Horst auf der Viehweide bezogen. Da das zu spät im Jahr war, stellte sich der erhoffte Nachwuchs nicht ein. In diesem Jahr warteten nun alle auf die Rückkehr der Weißstörche.

Die kamen auch, allerdings ein neues Paar. Weil man bei der Stadt schon vermutet hatte, dass auch der Sachse und seine Begleitung bald eintrudeln würden, gab Schmidt einen weiteren Horst in Auftrag. Der war aber am Wochenende noch nicht fertig. Die Weißstörche vom vergangenen Jahr waren nun sauer, das ihr Nest bereits belegt war, die Erstbesetzer verteidigten ihr neues Nest. Offenbar hatten letztere die besseren Karten.

Am Montag waren die Spätheimkehrer weg. Schmidt hofft, dass sie möglicherweise ein Ersatznest entdeckt haben. Auch in Istha und Wenigenhasungen habe man künstliche Horste erichtet. Ansonsten werde die Stadt nun eilig den zweiten Horst im Glockenborn aufstellen.

Zweimal Nachwuchs?

So könnte es passieren, dass es vielleicht sogar zweimal Storchennachwuchs im Glockenborn gibt. Dies wäre das erste Mal überhaupt, dass Störche im Altkreis heimisch werden. Zumindest wurde in den Archiven nie etwas davon erwähnt.

Quelle: HNA

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