Geführte Wanderungen durch die naturgeschützte Landschaft bei Vockerode

Heideleuchten in der Hitze

In der Heide entspannen: Nach der Kinderwanderung erholten sich von links Kilian Reek, Viktoria Metz, die Geschwister Sita, Ravi und Rayon Mühleib und Lena und Hannah Berge in der rosafarbenen Fläche. Fotos: Schmidt

Vockerode-Dinkelberg. Wo Heide wächst, ist der Boden trocken. Das erfuhren die rund 350 Besucher des Heidefestes in Vockerode am gestrigen Sonntag. Sie hatten dabei die seltene Gelegenheit, sich die Wacholderheide von Nahem anzusehen.

Die beiden Revierleiter Achim Röse und Friedrich Werner sowie Waldpädagogin Susanne Hesse leiteten die Wanderungen durch das naturgeschützte Gebiet, die auch von vielen Gästen erwartungsvoll genutzt wurden. Das Areal ist insgesamt 15 Hektar groß.

Dabei erfuhren die Besucher, woher die Heide ihren Namen hat und warum sie eine von Menschen geschaffene Hutefläche ist. Ohne die Beweidung von Ziegen und Schafe und den Eingriff des Menschen würde die Heidefläche durch Bäume und Sträucher überwachsen und könne sich nicht entfalten, erklärte Lehrer Carsten Berge den Kindern. Für sie gab’s eine Extra- Wanderung. Auch, dass die Heide trockenen Sandboden und viel Sonne benötigt, um wachsen zu können, erklärte er ihnen. „Daran sieht man, wo unter der Erde Wasser entlang läuft, denn dort wächst keine Heide.“ Während der Tour wurde den Kindern schnell bewusst, wie wichtig es ist, eine Heidefläche zu erhalten. Sie lernten eine Vielzahl an Pflanzen und Lebewesen kennen, die nur in einer solchen Umgebung leben können, zum Beispiel den Fingerhut und eine Vielzahl von Bienenarten.

Die Erwachsenen führte der Weg zusätzlich noch durch die nahegelegene Waldhutefläche. Dabei informierten die Leiter der Wanderung über die verschiedenen Schutzkategorien, regionale und ökologische Einflüsse und die richtige Bewirtschaftung der jeweiligen Flächen.

Für die Gäste, die nicht an der Heidewanderung teilnahmen, und die hungrigen, zurückgekehrten Wanderer hatte die Interessengemeinschaft Vockeröder Heide ein herzhaftes Frühstück, Mittagessen und nachmittags Kaffee und Kuchen bereit gestellt. Bei dem gemütlichen Beisammensein mit Ausblick auf die rosa blühende Heide sorgten die Musiker der Bläsergruppe des Hegerings Oestinghausen für fröhliche Klänge.

Den schönsten Blick auf die Vockeröder Wacholderheide gab’s am Abend: „Dann leuchtet die Heide in ihrer ganzen Schönheit“, berichtet Anja Bernhardt, Mitglied in der Interessengemeinschaft. Diesen Blick genossen Gäste beim abendlichen Rückweg. (zns)

Quelle: HNA

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