Kühllogister spricht von einer strategischen Entscheidung und fordert die Anlage eines Kreisels

Heidelmann steht in Verhandlungen

Baut für eine Erweiterung vor: Das Unternehmen Heidelmann in Schwalmstadt ist dabei, sich neue Flächen für künftige Projekte zu sichern. Foto: privat

Schwalmstadt. Zum HNA-Bericht, dass der Kühllogistiker Heidelmann in den Sauren Wiesen West zwischen Ziegenhain und Treysa erweitern will, hat uns eine Erklärung des Unternehmens erreicht. Danach steht dies zumindest nicht in Kürze an.

Heidelmann stehe aktuell in Verhandlungen, Bauland des neuen Industriegebietes „Saure Wiesen West“ zu erwerben. Der Kauf dieses Baulandes in unmittelbarer Nähe zu den bisherigen Immobilien und Kühlhäusern sei zu diesem Zeitpunkt vor allem eine strategische Entscheidung. Es gehe Heidelmann darum, „dem stetigen Wachstum Rechnung zu tragen“.

Zum Hintergrund heißt es in der Erklärung weiter, dass das Wachstum der vorigen Jahre grundsätzlichen die Überlegungen notwendig mache, wo die zukünftig notwendigen Lagerkapazitäten errichtet werden können. Weite und logistisch teure Wege zwischen den einzelnen Kühlhäusern sollten nicht zurücklegt werden müssen. „Derzeit führen wir intensive Gespräche mit unseren Kunden, um den zukünftig benötigten Lagerplatzbedarf je Temperaturbereich zu ermitteln, so dass dieser Bedarf in die strategischen Planungen von Heidelmann einfließen kann.“

Ein konkretes Bauvorhaben existiere zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht, „wobei die Unternehmen Heidelmann selbstverständlich bestrebt sind, die derzeitigen ca. 200 Arbeitsplätze zu sichern, weiteres Wachstum zu generieren und dadurch neue Arbeitsplätze in Schwalmstadt zu schaffen“. Der Erwerb des Baulandes sei dabei ein wichtiger sowie notwendiger Grundstein für zukünftiges Wachstum.

Das Unternehmen unterstrich zugleich, dass es Bedingungen stellt: „Im Falle eines konkreten Bauvorhabens sieht Heidelmann eine zwingende Notwendigkeit für die Errichtung eines Kreisels und kann in diesem Zusammenhang nur an die Verantwortlichen appellieren, die dafür erforderlichen Mittel bereitzustellen.“ Auch sei eine „gut ausgebaute Infrastruktur, wozu auch der Lückenschluss der A 49 an die A 5 zählt, die Grundvoraussetzung für eine nachhaltige Standortsicherung in Schwalmstadt“.

Die Stadtverordnetenversammlung hatte jüngst einstimmig für die Erweiterung des Industriegebietes auf der gegenüberliegenden Seite der B 454 gestimmt. Hintergrund sei die geplante Betriebserweiterung der Spedition. Angeregt wird die Anlage eines Kreisels für den heutigen Kreuzungsbereich Allendörfer Straße/Feuerwache, Geld ist dafür derzeit aber nicht da. (aqu)

Quelle: HNA

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